Archiv nach Kategorien: Studien - Seiten 2

US-Studie zeigt: Fracking kontaminierte mehrfach Trink- und Grundwasser – Studie in NRW wird bald ausgeschrieben

Die New York Times berichtet über die Entdeckung einer EPA Studie von 1987, welche die Kontaminierung von Grund- und Trinkwasser durch Hydraulic „Fracking“ Fracturing aus dem Jahr 1984 untersuchte und auch nachwies. Damals und heute, so Mitarbeiter der EPA, werden solche Untersuchungen aber massiv durch die Öl- und Gasindustrie be- und verhindert. Weiterlesen »

USA: Neue Studie – Schiefergas und die nationale Sicherheit der USA

Das Baker Institute veröffentliche diesen Monat eine Studie über den Einfluss der weltweiten Schiefergasförderung auf die nationale Sicherheit der USA. Der Ausbau der unkonventionellen Gasförderung könnte als Druckmittel gegen Staaten wie Russland, Venezuela und Iran eingesetzt werden.

Dafür müßte nur sichergestellt werden, das der Bedarf nach fossilem Gas gleib bleibt oder sogar noch steigt. Regelungen, die ein Wachstum der Gasindustrie verhindern – Steuern, Umweltschutzvorschriften oder Bevorzugung regenerativer Energien – dürften nicht noch weiter ausgebaut sondern müßten eher zurückgefahren werden. Weiterlesen »

USA: Gefährliche Konzentration krebserregender Substanzen in der Nähe von unkonventioneller Gasförderung

Ein Zusammenschluss mehrerer Bürgerinitiativen hat in den USA auf eigene Kosten Luftproben in Gebieten mit unkonventioneller Gasförderung untersuchen lassen. Dabei wurden gefährliche Konzentrationen gleich mehrerer krebserregender Substanzen  in der Atemluft gefunden, welche die empfohlenen Grenzwerte um das bis zu 3000-fache überschreiten.

Die Ergebnisse decken sich mit den Warnungen australischer Forscher, die erst Anfang dieser Woche vor gefährlichen Konzentrationen von BTEX Komponenten in der Umgebung von CBM (Kohleflözgas) Förderstätten warnten.

22 toxische Substanzen wurden von einem unabhängigen Labor in den Proben gefunden, die in Colorado und New Mexico genommen wurden. 2004 wurde die unkonventionelle Gasförderung in den USA von den Luftschutz-Gesetzen (Clean Air Act) ausgenommen. Bekannt wurde die Ausnahme unter dem Namen Halliburton-Loophole (Halliburton Schlupfloch). Durch die Ausnahme sahen sich die Anwohner der Bohrungen gezwungen, die Proben selber analysieren zu lassen.

Die Studie beschreibt, wie die Proben genommen wurden, welche Stoffe in welchen Konzentrationen gefunden wurden und welche Maßnahmen zur Vermeidung notwendig sein könnten.

Unter anderem wird ein größerer Abstand zur Wohnbebauung gefordert. Zur Erinnerung: In Nordwalde – der bisher einzig beantragten Bohrung zur unkonventionellen Gasförderung in NRW – liegen gerade einmal 400 Meter zwischen geplantem Bohrplatz und den nächsten Häusern.

Quelle:
http://www.gcmonitor.org/article.php?id=1339

USA: Neue Studie empfiehlt vollständiges Verbot von High Volume Hydraulic Fracturing in der Nähe von Trink- und Grundwasser

Die Umweltbehörde von New York hat die Vorabversion einer Studie zum Einfluss von High Volume Hydraulic Fracturing auf Natur und Umwelt veröffentlicht. Zukünftig soll in der Nähe von Gebieten zur Gewinnung von Trinkwasser, primären Grundwasserquellen und auf staatlichem Land High Volume Hydraulic Fracturing vollständig verboten werden.

Conclusion:
„The Department finds that high-volume hydraulic fracturing activity is not consistent with the preservation of the New York City and Syracuse watersheds as unfiltered drinking water supplies.

Even with all of the criteria and conditions identified in the Revised Draft SGEIS, a risk remains that significant high-volume hydraulic fracturing activities in these areas could result in a degradation of drinking water supplies from accidents, surface spills, etc. Moreover, such large scale industrial activity in these areas, even without spills, could imperil EPA‟s Filtration Avoidance Determinations and result in the affected municipalities incurring substantial costs to filter their drinking water supply.

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Barrierewirkung von Sandstein niedriger als gedacht

Eine aktuelle Studie des California Institute of Technology zur Barrierewirkung von komprimierten Bändern im Sandstein zeigt, dass die Durchlässigkeit gegenüber Gasen und Flüssigkeiten größer ist als bisher gedacht.

„Die Auswertungen ergaben, dass Flüssigkeiten auch die Kompaktionsbänder des Aztec-Sandsteins durchdringen konnten. Die vermeintlichen Barriereschichten sind damit unter Umständen weniger dicht als gedacht.“

Folgen hat das unter anderem für die Einlagerung von abgeschiedenem CO2 (CCS Technologie) aber auch für die Schutzwirkung von Deckgebirgen bei der unkonventionellen Gasförderung.

Wenn sich Deckschichten nachträglich als weniger dicht als gedacht herausstellen, steigt das Risiko, dass verpresstes CO2 oder Methan an unerwarteten Stellen austritt, aber auch dass der Chemikaliencocktail aus dem Fracking Prozess in eigentlich als sicher vermutete Schichten gelangt.

Quellen:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-13538-2011-06-08.html
http://media.caltech.edu/press_releases/13424