Archiv nach Kategorien: Allgemein

Nur minimales Schiefergaspotential in Deutschland laut BGR

Update: Der LBEG hat in seinem Jahresbericht Ressourcen und Reserven verwechselt. Durch die heute erschienene Studie muss die unten stehende Rechnung korrigiert werden. Die 2300 Milliarden Kubikmeter sind bereits die technisch förderbare Menge und müssen nur noch um die nicht nutzbaren Flächen (Wasserschutzgebiete, Siedlungsbereiche, Störzonen) korrigiert werden.

Das Schiefergaspotential in Deutschland, deckt bestenfalls sieben (7) 13 Jahre den Eigenverbrauch des Landes. Im aktuellen Jahresbericht „Erdöl und Erdgas in Deutschland“ des LBEG wurden bereits jetzt die aktuellen Einschätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschafften und Rohstoffe (BGR) genannt. Weiterlesen »

USA: Studie über Fracking findet vor allem Probleme der konventionellen Gasförderung

Wissenschaftler der Universität Texas (USA) haben die verfügbaren Studien, Veröffentlichungen und Pressemitteilungen zum Fracking im Barnett Shale, Marcellus Shale und Haynesville Shale untersucht und daraus eine Meta-Studie erstellt. Aufgezeigt werden vor allem Probleme und Risiken, die so auch schon bei der konventionellen Gasförderung existieren.

Nur bis zu 10 Prozent der Unfälle konnten direkt mit Fracking in Verbindung gebracht werden. Bei bis zu 58 Prozent der Unfälle konnte nicht mehr genau unterschieden werden, ob Fracking oder die Bohrung ursächlich war. Bei der Vorstellung betonten die Wissenschaftler, dass Fracking keine zusätzlichen Probleme schafft, die nicht schon der konventionellen Gasförderung vorhanden wären.

Die Studie wirft damit neue Fragen für die Erdgassuche in Niedersachsen auf. Laut der Auswertung der texanischen Wissenschaftler treten Unfälle und Probleme in jeder Phase von der Erschließung bis zur Stilllegung auf eines Bohrfeldes auf. Aus den untersuchten Veröffentlichungen der Industrie, ist aber zu schließen, dass diese eigene Fehler kategorisch ausschließt oder hinter Phrasen verbirgt. Weiterlesen »

Keine Schiefergas Revolution in Europa?

Studien der Deutschen Bank, Ernst & Young, des Britischen Geologischen Dienstes und praktische Erfahrungen in Polen zeigen, dass in Europa nicht mit einer Schiefergas Revolution zu rechnen ist.

Vielmehr stellen sich die Schätzungen der Internationalen Energieagentur IEA für Europa, auf deren Basis momentan viele Entscheidungen getroffen werden, immer mehr als Blase heraus. Weiterlesen »

Gesetze in Europa nicht ausreichend für Schiefergasförderung – Oettinger vermittelt falsches Bild

Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) stellte letzte Woche eine Studie zu den rechtlichen Rahmenbedingungen für die Schiefergasförderung (PDF) in Europa aus Sicht der Energiekommission vor. Die Studie der Anwaltskanzlei Phillips & Partners sieht zwar ausreichende gesetzliche Regelungen für eine „frühe Phase der Exploration“. Dies gelte aber keinesfalls für die kommerzielle Erschließung von Schiefergas.

„However, this is no reason for complacency, since this assessment explicitly refers to the current level of experience and scale of operations as can be expected during the exploration phase. As the US example indicates, commercial scale shale gas exploitation would involve operations on much larger scale. Especially, related potential cumulative impacts need to be further investigated to provide a basis for a more thorough assessment of the appropriateness of the regulatory framework(s) – both on EU as well as on Member State and/or regional level.“

Neun europäische Abgeordnete, darunter auch Rebecca Harms und Reinhard Bütikofer (Grüne) aus Deutschland, fordern deshalb Günther Oettinger in einem offenen Brief auf, die europäische Gesetzgebung anzupassen, bevor mit einer kommerziellen Erschließung von Schiefergas in Europa begonnen wird.

„We call on you to learn from the experience in the United States  and improve European legislation in this field before, not after, any further  development of Europe’s shale gas resources in order to give citizens the best  possible guarantee of preventing or minimising possible adverse effects.“

Außerdem haben sie Günther Oettinger daran erinnert, dass sie ihm bereits im April 2010 darum gebeten haben, eine offenes Diskussionsforum unter Beteiligung der Bürgerinitiativen in Europa einzurichten. Die Bitte blieb bisher unbeantwortet.

Quelle:
Brief an Commissioner Oettinger zum unzureichenden rechtlichen Rahmen der Schiefergasförderung in Europa

 

NRW CDU positioniert sich zur unkonventionellen Gasförderung

Die CDU in Nordrhein-Westfalen steckt in einem Konflikt. Auf Landesebene will sie vor allem die Erschließung unkonventioneller Gasvorkommen unter Einsatz von Fracking und Chemikalien ausschließen.Auf Bundesebene propagiert die CDU bislang aber das genaue Gegenteil und will die Genehmigungsverfahren für die Industrie sogar noch vereinfachen. Im CDU/FDP geführten Niedersachsen wird die unkonventionelle Gasförderung mit bis zu 2 Millionen Euro pro Bohrung subventioniert.

Umweltminister Norbert Röttgen wird ein Moratorium für Fracking zugeschrieben, ohne das es dafür Anzeichen oder eine rechtliche Grundlage gäbe. Eine ausgeschriebene Studie zu den Risiken von Fracking des Umweltministeriums bleibt im Umfang weit hinter dem zurück, was das Umweltbundesamt bereits als potentielle Gefahren aufgezeigt hat.

Ihre Position hat die CDU NRW jetzt in einem Beschluss vom Januar 2012 verdeutlicht.

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