Gesetze in Europa nicht ausreichend für Schiefergasförderung – Oettinger vermittelt falsches Bild

Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) stellte letzte Woche eine Studie zu den rechtlichen Rahmenbedingungen für die Schiefergasförderung (PDF) in Europa aus Sicht der Energiekommission vor. Die Studie der Anwaltskanzlei Phillips & Partners sieht zwar ausreichende gesetzliche Regelungen für eine „frühe Phase der Exploration“. Dies gelte aber keinesfalls für die kommerzielle Erschließung von Schiefergas.

„However, this is no reason for complacency, since this assessment explicitly refers to the current level of experience and scale of operations as can be expected during the exploration phase. As the US example indicates, commercial scale shale gas exploitation would involve operations on much larger scale. Especially, related potential cumulative impacts need to be further investigated to provide a basis for a more thorough assessment of the appropriateness of the regulatory framework(s) – both on EU as well as on Member State and/or regional level.“

Neun europäische Abgeordnete, darunter auch Rebecca Harms und Reinhard Bütikofer (Grüne) aus Deutschland, fordern deshalb Günther Oettinger in einem offenen Brief auf, die europäische Gesetzgebung anzupassen, bevor mit einer kommerziellen Erschließung von Schiefergas in Europa begonnen wird.

„We call on you to learn from the experience in the United States  and improve European legislation in this field before, not after, any further  development of Europe’s shale gas resources in order to give citizens the best  possible guarantee of preventing or minimising possible adverse effects.“

Außerdem haben sie Günther Oettinger daran erinnert, dass sie ihm bereits im April 2010 darum gebeten haben, eine offenes Diskussionsforum unter Beteiligung der Bürgerinitiativen in Europa einzurichten. Die Bitte blieb bisher unbeantwortet.

Quelle:
Brief an Commissioner Oettinger zum unzureichenden rechtlichen Rahmen der Schiefergasförderung in Europa

 

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