USA / Europa: Studien sehen Zusammenhang zwischen Fracking und Erdbeben

Erst am 5. November 2011 kam es in den Staaten Oklahoma und Texas zu Erdbeben bis zur Stärke 5,6 auf der Richterskala. Eine aktuelle Untersuchung aus Oklahoma sieht einen Zusammenhang zwischen dem weltweit umstrittenen, teils verbotenen Hydraulic Fracturing und den Erdbeben.

In Oklahoma gab es in den Jahren 1977 bis 2008 gerade 28 Erdbeben. 2009 und 2010 – die unkonventionelle Gasförderung wurde seit dem grossflächig ausgebaut – waren es bereits 134.

Dem Bericht nach traten Erdbeben in Gebieten auf, die zuvor gefrackt wurden. Der räumliche und zeitliche Zusammenhang lässt eine eindeutige Beziehung vermuten.

“Our analysis showed that shortly after hydraulic fracturing began small earthquakes started occurring, and more than 50 were identified, of which 43 were large enough to be located. Most of these earthquakes occurred within a 24 hour period after hydraulic fracturing operations had ceased.”

Auch eine vom Gasunternehmen Cuadrilla in Auftrag gegebene Studie kommt zum gleichen Schluss. Die in Blackpool aufgetretenen Erdbeben stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit Fracking. In Arkansas wurden dagegen Disposalbohrungen für die Erdbeben verantwortlich gemacht.

Auffällig bei den Erdbeben in Arkansas und Oklahoma war, dass zu Anfang nur leichte Erdstöße der Stärke 2 bis 2,5 gemessen wurden. In Arkansas griff dann der Staat ein, als ein Erdbeben der Stärke 4,5 gemessen wurde.

Bei den weniger starken Erdstößen in Blackpool kam es zur Beschädigung der Verrohrung, mit der eigentlich das Grundwasser geschützt werden soll. Cuadrilla hat trotz der Kenntnisse über die Erdbeben angekündigt, weiter Fracken zu wollen. Gegner der Gasbohrungen besetzten darauf hin einen der Bohrtürme.

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