CO2 und Kohleflözgas – Nicht so sauber wie behauptet

Die australische Gasindustrie hat eine Werbekampagne durchgeführt, in der sie behauptete, dass Kohleflözgas bis zu 70 Prozent „sauberer“ als Kohle sei. Nicht so sauber wie behauptet, ist jetzt das Ergebnis einer Studie, denn es wurden veraltete Daten des American Petroleum Institute für den Vergleich verwendet und ganze Bereiche der Gasförderung ausgelassen.

“The industry has been running an advertising campaign claiming that coal seam gas is ”up to 70 per cent cleaner than coal’”‘. […]

Die Organisation „Beyond Zero Emissions“ untersuchte, auf welcher Basis der Vergleich in der Werbekampagne durchgeführt wurde. Dabei stellte sich heraus, dass nicht berücksichtigt wurde, dass bei der Kohleflözgasförderung immer noch große Mengen Methan freigesetzt werden. Methan ist mehr als zwanzig mal so klimaschädlich wie CO2 ist. Auch der deutlich höhere Aufwand für die Förderung der unkonventionellen Gasvorkommen – alleine mehrere tausend Bohrungen in Australien – blieben unberücksichtigt.

Zum Vergleich wurden veraltete chinesische Kohlekraftwerke herangezogen werden, die in dieser Form auch in China nicht mehr gebaut werden dürfen.

“This shows that the industry’s claims have been grossly misleading. It is making comparisons to Chinese power plants, but China is not building inefficient power plants like that – they have binding energy efficiency targets for their provincial governments.“

Australiens Industrie plant den massiven Ausbau der unkonventionellen Gasförderung in Australien. An der Küste sollen Flüssiggasfabriken errichtet werden, mit denen das Gas nach China transportiert werden kann. Schon länger gibt es Zweifel, ob das dem Klima tatsächlich so helfen könnte, wie versprochen. Der WWF Australien wehrt sich seit längerem gegen den Bau der Fabriken in der Nähe des „Great Barrier Reef“. Die UNESCO hat ebenfalls große Sorge um das Welterbe „Great Barrier Reef“ angemeldet.

Quelle:
Sidney Herald Morning – oal seam gas ‘clean’ claims under attack

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