Niederlande: Landesweites Moratorium für Schiefergas und Kohleflözgas

Der niederländische Ausschuss für Bergbau und Energie hat ein landesweites Moratorium für die Schiefergas und Kohleflözgasförderung beschlossen. Bis zum Sommer 2012 wird es keine Probebohrungen in den Niederlanden geben. Parallel sollen unabhängige Untersuchungen zur Sicherheit des Verfahrens durchgeführt werden.

Das Parlament hatte in seiner Sitzung vom 27. Oktober 2011 deutliche Risiken für Mensch und Umwelt bei der unkonventionellen Gasförderung gesehen. Auch die Notwendigkeit der Förderung wird angezweifelt. Beides soll jetzt näher untersucht werden. Die staatliche Bergbaubehörde soll dafür deutlich erweitert werden.

Vor Beginn der Sitzung demonstrierten Gegner der Schiefergas und der Kohleflözgasförderung aus den Niederlanden erstmals gemeinsam in Den Hag. In der Region Boxtel galt schon länger ein Moratorium für die Schiefergasförderung. Eine bereits erteilte Genehmigung für Probebohrungen wurde nach der Klage eines Bank-Rechenzentrums wieder entzogen. Das große Teile der Niederlande für die Kohleflözgasförderung freigegeben wurden, blieb der Bevölkerung lange verborgen.

Trotz des Moratoriums und der angekündigten Studie, haben die niederländischen Bürgerinitiativen Bedenken, ob die Studie wirklich unabhängig sein wird und kündigten weitere Proteste an. Der Ausbau der Bergbaubehörde spricht eher dafür, dass von staatlicher Seite mit verstärkten Bohraktivitäten gerechnet wird.

Für den 23. November 2011 um 19 Uhr ist in der Bürgerhalle Haminkeln eine Informationsveranstaltung geplant, die sich ursprünglich auf das deutsche Aufsuchungsgebiet von British Gas bezog. Das Aufsuchungsgebiet erstreckt sich aber faktisch bis weit in die Niederlande hinein. Niederländische Initiativen wurden nun ebenfalls zu der Veranstaltung eingeladen.

Quelle:
http://www.stopsteenkoolgas.nl/nieuws.html

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