Niederlande: Gericht verbietet Schiefergasbohrungen (Shale Gas)

In der Region Brabant hat ein niederländisches Gericht entschieden, dass geplante Bohrungen nach Schiefergas (Shale Gas) und der Einsatz von Hydraulic „Fracking“ Fracturing nicht genehmigt werden dürfen. Geklagt hatte die Rabobank, die in der Region ein Rechenzentrum betreibt und Gefahren durch die beim Fracking ausgelösten Erdbeben für ihre empfindliche Infrastruktur sieht.

Betroffen davon ist das Unternehmen Cuadrilla Resources, die in der Region über hundert Bohrungen geplant hatten. Erst letzte Woche wurde dem Unternehmen in Großbritannien die Fortsetzung von Bohrungen und Hydraulic Fracturing in der Nähe von Blackpool untersagt, nachdem es zu mehreren Erdbeben gekommen war. Der britische Geologische Dienst sieht nach eingehender Prüfung deutliche Zusammenhänge zwischen dem Fracking und den Erdbeben.

Niederländische Umweltschützer und Gegner der Gasförderung sehen die Entscheidung des Gerichtes als einen weiteren Teilerfolg. In der Region Brabant wurden mehrere tausend Unterschriften gegen die geplanten Bohrungen nach Schiefer- und Kohleflözgas gesammelt. Für den 27. Oktober ist in Den Haag eine Demonstration geplant.

Fast ein Drittel der Niederlande wurden als potentielle Fördergebiete zur Aufsuchung frei gegeben. Die rechtliche Situation ist ähnlich wie in Deutschland. Über die Genehmigungen entscheidet alleine der Staat. Eine Beteiligung der Bürger und der Gemeinden ist nicht vorgesehen.

Quelle:
http://milieudefensie.nl/nieuws/pers/berichten/milieudefensie-positief-over-verbod-schaliegasboring-in-boxtel

2 Kommentare.

  1. Pressespiegel 43. KW 2011 « Gegen Gasbohren… - pingback on 30. Oktober 2011 um 09:51