Großbritannien: Zusammenhang zwischen Fracking und Erdbeben im Mai 2011

Der Britische Geologische Dienst sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem Fracking bei Blackpool und den anschließenden Erdbeben in der Region im April und Mai 2011.

In Folge der Erdbeben musste Cuadrilla Resources bereits alle weiteren Bohrungen vorläufig einstellen einstellen. Das britische Ministerium für Energy und Klimawandel (DECC) stellt das Unternehmen jetzt vor die Wahl, keine weiteren Erdbeben mehr zu verursachen oder die Arbeiten einzustellen.

Die unmittelbare zeitliche und räumliche Nähe der Erdbeben zu den Frack-Maßnahmen von Cuardrilla Resources deuten darauf hin, dass die Erdbeben ein direktes Ergebnis des Frackings sind, so der Geologische Dienst.

“The BGS said the correlations between the earthquakes and the time of fracking operations and the proximity of the quakes to the site, all pointed towards the earthquakes being a result of the fracking process.”

Cuadrilla Resources arbeitet momentan an einem eigenen Bericht zu den Erdbeben. Erwartet werden jetzt auch Vorschläge, wie zukünftige Erdbeben verhindert werden können. Der Bericht wird anschließend vom Ministerium, dem Geologischen Dienst und weiteren Experten geprüft.

Erst, wenn alle Zweifel ausgeräumt sind, könnte die Fortsetzung der Bohrungen eventuell gestattet werden. Das Ministerium schließt aber auch für diesen Fall nicht aus, sie sofort wieder einzustellen, falls es zu weiteren Erdbeben kommen sollte.

Toni Harvey, a senior geoscientist at the Department of Energy and Climate Change (DECC) said: “If we allow fracking to continue and their mitigation didn’t work, then we would shut them down again, without a doubt.

An der Fortsetzung der Bohrung hängt viel für Cuadrilla Resources. Wegen der Erdbeben wurden ebenfalls Probebohrungen in den Niederlanden unter ein Moratorium gesetzt. Auch hier befürchtet man unabsehbare Folgen. Ein privater Rechenzentrumsbetreiber hat Klage gegen die Bohrungen eingereicht. Er hatte sein neues Rechenzentrum extra in einer Erdbeben armen Regionen in den Niederlanden errichtet und sieht nun seine Investitionen gefährdet.

In Deutschland kam es im Erdgasfördergebiet Rotenburg in den letzten Jahren immer wieder zu Erdbeben. Das letzte Beben war im Mai 2011. Das stärkste Erdbeben hatte bisher eine Stärke von 4,5. 2007 veröffentlichten mehrere Forschungsinstitute einen Bericht, der einen Zusammenhang zwischen den Beben und den Gasbohrungen herstellte. Die gasfördernde Industrie spricht dagegen von “natürlichen Ursachen”

Quelle:
http://www.blackpoolgazette.co.uk/news/local/drilling_did_cause_earthquake_1_3876146

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