GDF Suez Chef hält Fracking für unsicher – Exploration am Steinhuder Meer

Der Geschäftsführer des französischen Energiekonzerns GDF Suez, Gérard Mestrallet, sagte kürzlich in einem Interview, dass Fracking erst sicherer gemacht werden müsste, bevor es in Europa angewendet werden dürfte. Unterdessen bereitet die deutsche Tochter von GDF Suez Explorationsbohrungen nach Schiefergas direkt am Steinhuder Meer in der Nähe von Hannover vor und schließt dabei auch Fracking nicht aus.

The CEO of French energy giant GDF Suez, says he agrees with the French government that hydraulic fracturing must be made safer for the environment before it is used to develop natural gas from shale resources in Europe, but that closing the door forever to shale gas development would be a „a major mistake.“
Quelle: http://www.naturalgaseurope.com/gdf-chief-closing-doors-on-shale-gas-a-major-mistake

Zusätzlich zum Bohrplatz Nöpke 2, wo ExxonMobil nach Schiefergas bohren möchte, soll in direkter Nachbarschaft zum Steinhuder Meer bei Mardorf im Mühlenfelder Land von GDF Suez  eine weitere Exploration stattfinden. Das Landesbergamt Niedersachsen lud in der letzten Woche zu einer Informationsveranstaltung ein.

Vertreter der Bürgerinitiative „Gesundes Mühlenfeld“ berichteten von einer sehr schwammigen Veranstaltung. Auf die Frage nach „Fracking“ wurde gesagt, dass bisher nichts beantragt sei, aber man „schließe es für die Zukunft nicht aus“. Wenn auch GDF Suez Schiefergas fördern will – die unmittelbare Nähe zu Nöpke 2 deutet darauf hin – wäre auch hier eine Gasförderung ohne Fracking technisch nicht möglich.

Eine Besonderheit im Gebiet um Mardorf ist, dass hier zum Teil die Förderabgaben noch auf Basis alter Verträge direkt den Grundstückseigentümern zustehen.

Im Gebiet um das Steinhuder Meer formiert sich bereits der Widerstand gegen die geplante Förderung. Wasserversorger, Politik, Bürgerinitiativen und Umweltverbände warnen vor zu großen Risiken in diesem biologisch sensiblen Raum, der nicht nur Naherholungsgebiet ist, sondern auch Wassergewinnungsgebiet für den Raum Hannover.

Seinen Worten nach, müsste auch der Chef von GDF Suez nun entsprechende Konsequenzen in Deutschland ziehen und auf den Einsatz „unsicherer Technologien“ ganz verzichten.

Quelle:
http://www.lbeg.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=564&article_id=99112&_psmand=4

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