Frankreich: Regierung entzieht Genehmigungen für Schiefergasförderung

Die französische Regierung hebt die drei ersten, bereits erteilten, Genehmigungen für die Schiefergassuche mit Hilfe von Hydraulic Fracturing wieder auf. Betroffen sind die Unternehmen Total und Schuepbach. Beide konnten keine alternativen Fördermethoden benennen, mit denen das Gas hätte gewonnen werden können.

Im Juni 2011 hatte die französische Regierung die Exploration und Förderung von Schiefergasvorkommen mit Hilfe von Hydraulic Fracturing in ganz Frankreich verboten. Unternehmen, die bereits gültige Aufsuchungslizenzen hatten, die ihnen eigentlich Probebohrungen und Fracking erlaubt hätten, wurde die Chance gegeben, alternative Fördermethoden zu benennen.

Drei Aufsuchungslizenzen wurden mangels Benennung von Alternativen jetzt komplett entzogen. In 61 weiteren Fällen verzichteten die Unternehmen freiwillig oder schränkten ihre Anträge auf konventionelle Fördermethoden ein.

Die französischen Bürgerinitiativen feiern diesen Teilerfolg, aber kündigten bereits an, ihre Aufklärungskampagnen fortzusetzen. Die momentane Gesetzgebung bietet aus ihrer Sicht noch zu viele Schlupflöcher. Unter anderem durch Umbenennung von Hydraulic Fracturing in Stimulationstechnik oder durch das Vorschieben wissenschaftlicher Zwecke.

Quelle: Französische Koordination ”Gaz et Huile de schiste Non merci !”

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