Brüssel: Fracking Chemikalien fehlt europäische Zulassung

Das European Environmental Bureau (EEB) berichtet, dass laut einer Anfrage an die European Chemicals Agency (ECHA) für viele der beim Fracking eingesetzten Chemikalien eine europäische Zulassung nach der REACH Direktive fehlt.

REACH soll die nationalen Chemikalien-Richtlinien vereinheitlichen. Es dient der Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien. Ohne die Registrierung einer Substanz für einen bestimmten Zweck – hier dem Fracking – darf diese nicht eingesetzt werden.

“Until any of these measures are taken, shale gas operators are not allowed to use a substance which does not fulfill REACH requirements in their activities.”

Für die folgenden Chemikalien hat ECHA keine Registrierung finden können:

  • Methanol
  • Destilate (petroleum), hydrotreated light
  • Glutaraldehyde
  • Hydrochloric acid
  • Polyacrylamide
  • Isopropyl alcohol
  • Ethylene glycol monobutyl ether
  • Ethylene glycol
  • Sodium hydroxide

Viele der Stoffe werden und wurden bereits beim Fracking in Niedersachsen eingesetzt. Das EEB geht davon aus, dass die Unternehmen jetzt kurzfristig die Registrierung nachholen müssen. Ansonsten drohen ihnen Strafen. Die Verfolgung erfolgt durch die betroffenen Mitgliedsstaaten.

“Should they fail to comply with such requirements, they would face penalties for non-compliance from Member State enforcement authorities.”

Die Überprüfung wird weiter fortgesetzt. Dabei arbeiten das European Environmental Bureau, Initiativen und Verbände aus den betroffenen Ländern und die Europäische Chemikalien Agentur zusammen. Die europäische Kommission hat noch keine Kenntnis über eventuelle Verstöße. Für deren Prüfung und Meldung sind wiederum die Mitgliedsstaaten verantwortlich.

Quelle:
http://guidance.echa.europa.eu/docs/guidance_document/du_en.htm
http://www.eeb.org

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  1. Pressespiegel 39. KW 2011 « Gegen Gasbohren… - pingback on 2. Oktober 2011 um 10:01

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