USA: EPA will Luftbelastung beim Fracking um bis zu 95% reduzieren

Die amerikanische Umweltbehörde EPA hat einen Katalog mit Anforderungen erstellt, die Unternehmen der Öl- und Gasindustrie dazu zwingt, Maßnahmen zur Reduzierung der teils krebserregenden Emissionen beim Hydraulic Fracking Fracturing zu ergreifen.

In der Nähe von Bohrplätzen, auf denen Hydraulic Fracturing angewendet wird, werden seit mehreren Jahren besorgniserregende Werte von Benzolen, Methan und Ozon gemessen. Selbst in ländlichen Gebieten übersteigen die gemessenen Werte die empfohlenen Grenzwerte teilweise bei weitem.

Die EPA hat jetzt in einem 604 Seiten starken Dokument Maßnahmen vorgestellt, welches in der gesamten Produktionskette bei der Öl- und Gasförderung Anforderungen an technische Anlagen und Prozesse stellt. Unter anderem müssen unmittelbar nach dem Fracking Maßnahmen ergriffen werden, welche das unkontrollierte Ausströmem von Methan, Benzol, Ethylbenzol und sonstigen flüchtigen Kohlenwasserstoffen (VOC) verhindert. Bis zu 95% der Stoffe, die bisher unkontrolliert austraten, müssen dabei eingefangen werden.

„Some of the largest air emissions in the oil and gas industry occur as natural gas wells that have been fractured are being prepared for production. During a stage of well completion known as “flowback,” fracturing fluids, water, and reservoir gas come to the surface at a high velocity and volume. This mixture includes a high volume of VOCs and methane, along with air toxics such as benzene, ethylbenzene and n-hexane. The typical flowback process lasts from three to 10 days.“

Auch die Grenzwerte für den Austritt von Benzol sollen stark gesenkt werden. Für Gastrocknungsanlagen galt bisher ein Grenzwert von einer Tonne Benzol pro Jahr. Auch hier sollen die Emissionen um 95% gesenkt werden.

„To address this potential risk, EPA is proposing to remove the 1 ton per year benzene compliance option for large glycol dehydrators (used to remove excess water vapor from natural gas). Under the revised requirements, all large dehydrators would have to reduce air toxics their emissions by 95 percent.“

Unterdessen droht der amerikanischen Umweltbehörde eine massive Kürzung der Mittel. Der republikanische Abgeordnete Mike Rogers drohte an, dass man auf die Behörde sogar ganz verzichten könne. Er sieht amerikanische Unternehmen durch die Regulierung gefährdet.

“the EPA sticking its oppressive…tentacles into the lives of businesses and individuals, making it next to impossible for companies to survive in this country.”

Die gasfördernden Unternehmen konnten bisher auf freiwilliger Basis Technologien einsetzen, um die Risiken für Mensch und Natur möglichst gering zu halten. Da es offensichtlich auf freiwilliger Basis nicht funktionierte, werden zukünftig die neuen gesetzlichen Regelungen für weniger Lufbelastungen sorgen müssen.  Die Kosten für unkonventionell gefördertes Gas werden damit weiter steigen.

Quellen:
http://epa.gov/airquality/oilandgas/
http://www.desmogblog.com/eia-s-politically-dictated-garbage-subsidy-report-obtained-and-released-publicly

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  1. Pressespiegel 31. KW 2011 « Gegen Gasbohren… - pingback on 7. August 2011 um 09:05

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