USA: Gefährliche Konzentration krebserregender Substanzen in der Nähe von unkonventioneller Gasförderung

Ein Zusammenschluss mehrerer Bürgerinitiativen hat in den USA auf eigene Kosten Luftproben in Gebieten mit unkonventioneller Gasförderung untersuchen lassen. Dabei wurden gefährliche Konzentrationen gleich mehrerer krebserregender Substanzen  in der Atemluft gefunden, welche die empfohlenen Grenzwerte um das bis zu 3000-fache überschreiten.

Die Ergebnisse decken sich mit den Warnungen australischer Forscher, die erst Anfang dieser Woche vor gefährlichen Konzentrationen von BTEX Komponenten in der Umgebung von CBM (Kohleflözgas) Förderstätten warnten.

22 toxische Substanzen wurden von einem unabhängigen Labor in den Proben gefunden, die in Colorado und New Mexico genommen wurden. 2004 wurde die unkonventionelle Gasförderung in den USA von den Luftschutz-Gesetzen (Clean Air Act) ausgenommen. Bekannt wurde die Ausnahme unter dem Namen Halliburton-Loophole (Halliburton Schlupfloch). Durch die Ausnahme sahen sich die Anwohner der Bohrungen gezwungen, die Proben selber analysieren zu lassen.

Die Studie beschreibt, wie die Proben genommen wurden, welche Stoffe in welchen Konzentrationen gefunden wurden und welche Maßnahmen zur Vermeidung notwendig sein könnten.

Unter anderem wird ein größerer Abstand zur Wohnbebauung gefordert. Zur Erinnerung: In Nordwalde – der bisher einzig beantragten Bohrung zur unkonventionellen Gasförderung in NRW – liegen gerade einmal 400 Meter zwischen geplantem Bohrplatz und den nächsten Häusern.

Quelle:
http://www.gcmonitor.org/article.php?id=1339

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  1. Pressespiegel 29. KW 2011 « Gegen Gasbohren… - pingback on 24. Juli 2011 um 10:23

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