Australische Experten warnen vor Krebs durch Kohleflözgasförderung

Anfang des Jahres wurde in Queensland die Verwendung der sogenannten BTEX Komponenten beim Hydraulic Fracturing in Kohleflözen verboten. Zuvor wurden bei mindestens zwei Bohrungen die Stoffe Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylol im Trink- und Grundwasser nahe der Bohrungen gefunden.

Sechs Experten warnen nun davor, dass die Stoffe nicht nur durch die beim Fracking eingesetzten Chemikalien eingebracht werden, sondern viel mehr bereits in den Kohleflözen vorhanden sind. Durch den Prozess des Aufbrechens und der nachfolgenden Förderung, bei der auch größere Mengen Lagerstättenwasser an die Oberfläche gebracht werden, kommt es zu Kontaminierungen von Grundwasser und der Luft mit den leicht flüchtigen BTEX Komponenten.

Der längere Kontakt mit den Stoffen kann das Knochenmark schädigen, zu Anämie führen, Leber- und Nierenschäden verursachen und das zentrale Nervensystem angreifen.

In Nordrhein-Westfalen soll Kohleflözgas (CBM) mit Schwerpunkt im nördlichen Ruhrgebiet, Münsterland und im Kreis Borken gefördert werden. Die Forschungen der australischen Forscher bestätigen die Einschätzung, das nicht nur die beim Fracking eingebrachten Chemikalien ein Risiko darstellen, sondern vor allem auch die Stoffe, die bei der Förderung an die Oberfläche gelangen.

Quelle:
http://www.couriermail.com.au/news/breaking-news/coal-seam-gas-mining-causes-cancer-experts-warn/story-e6freono-1226096726564

3 Kommentare.

  1. Pressespiegel 29. KW 2011 « Gegen Gasbohren… - pingback on 24. Juli 2011 um 10:23