Baden-Württemberg: Antrag der SPD auf Verbot von Hydraulic „Fracking“ Fracturing

Die SPD Abgeordnete Rosa Grünstein stellte vor kurzem mit mehreren anderen Abgeordneten im Landtag von Baden-Württemberg den Antrag „Unkonventionelle Gasförderung – Fracking im Land verhindern“

Inhalt des Antrages sind die Fragestellungen an die Landesregierung:

1. wie sie die Risiken und Probleme unkonventioneller Gasförderungsvorhaben im Land angesichts der
Trinkwasserversorgung oder der Konkurrenz zu anderen Vorhaben wie der Geothermie beurteilt;

2. auf welche Weise über eine Novellierung des Bergrechtes geregelt werden könnte, schon in der Explorationsphase unkonventioneller Gasförderungsvorhaben eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit formeller Öffentlichkeitsbeteiligung zu ermöglichen bzw. zu erzwingen;

3. inwieweit sie die die Erstellung und Umsetzung eines bundesweiten dreidimensionalen Raumordnungsplans für sinnvoll erachtet, um Nutzungskonkurrenzen zwischen Geothermie, Untertagedeponierung, Bergbau, Bergversatz, Druckluftspeicherung sowie Gas- und Trinkwasserförderung auszuschließen;

4. welche Möglichkeiten und Notwendigkeit sie sieht, Gasförderungsvorhaben im Land auf Basis des
Frackings über die Landesplanung und Ausweisung von Ausschlussgebieten zu verhindern.

Schon im Februar 2011 beschloss der Umweltausschuss, dass am Bodensee Bohrungen unter Einsatz der weltweit umstrittenen, teils verbotenen Fracking-Technologie untersagt werden sollen.

Angesichts der anstehenden Wahlen war allerdings keine Zeit mehr, um den Beschluss in ein Gesetz zu fassen. Begründet wird der Verbotsantrag mit Risiken für das Trink- und Grundwasser, der Konkurrenz mit regenerativen Energien sowie dem Vorrang von erneuerbaren Energien vor den zur Neige gehenden fossilen Energieträgern.

Unkonventionelle Gasförderung am Bodensee - Erlaubnisfelder von 3Legs Resources

Eine Karte der Aufsuchungsgebiete in Baden-Württenmberg – 3Legs Resources hat sich hier Claims gesichert – zeigt auch die Nähe zu den Nachbarn Österreich und Schweiz. Der benachbarte Kanton Freiburg hat bereits alle schon genehmigten Claims auf eigenem Gebiet wieder aufgehoben und will sich ebenfalls auf regenerative Energien konzentrieren.

Quelle:
Drucksache 15 / 217 Landtag Baden-Württemberg (PDF)

1 Kommentare.

  1. Pressespiegel 28. KW 2011 « Gegen Gasbohren… - pingback on 17. Juli 2011 um 10:16

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