USA: Dürre in Texas – Hydraulic Fracturing führt zu Konflikten zwischen Industrie und Landwirtschaft

Die schlimmste Dürre in Texas seit über 100 Jahren führt zu einer dramatischen Wasserknappheit, die Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Erträge hat. Während das Wasser bis vor kurzem noch für alle reichte, führt der massive Ausbau der unkonventionellen Gasförderung jetzt zu Konflikten zwischen Industrie und Landwirtschaft.

Konzerne wie ExxonMobil zahlen 40 bis 70 Cent pro Barrel (158 Liter) Wasser, um es anschließend mit Chemikalien zu versetzen, in den Boden zu pumpen und durch Salze, Schwermetalle und radioaktive Isotope in nutzlosen Sondermüll zu verwandeln, der auch wieder teuer entsorgt werden muss.

Die Befürchtungen um die Verknappung von Wasser – und den damit verbundenen Konflikt zwischen Landwirtschaft und Industrie – führte bereits in Südafrika und in Frankreich zu einem Verbot der weltweit umstrittenen Technologie.

In Australien läuft weiterhin die Kampagne „Lock the Gates“, die verhindern soll, dass Unternehmen mit der Förderung nach unkonventionellem Gas auf dem Land von Farmern beginnen können.

In Eagle Ford, Texas ist Fracking mit einem besonders hohem Wasserverbrauch verbunden. Fast 50.000.000 Liter (13 Millionen Gallonen) werden für einen einzigen Frack-Vorgang benötigt. Durch die enormen Kosten rechnet sich eine Bewässerung kaum noch. Für die gleiche Menge Wasser könnte mit Gas deutlich mehr Geld verdient werden.

Quelle:
http://www.bloomberg.com/news/2011-06-13/worst-drought-in-more-than-a-century-threatens-texas-oil-natural-gas-boom.html

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