Niederlande: Energieministerium will Bohrungen verhindern, wenn Risiken nicht aufgeklärt werden

Die Proteste in der Region Brabant in den Niederlanden zeigen erste Erfolge. Zwar wollte das Unternehmen Cuadrilla nicht vor Ende des Jahres mit Probebohrungen beginnen, doch die Erdbeben in Großbritannien haben jetzt auch im niederländischen Energieministerium für genügend Aufmerksamkeit gesorgt.

Das Ministerium sicherte – jetzt doch –  in einem Schreiben zu, dass keine Bohrungen nach unkonventionellem Gas erlaubt werden, wenn nicht alle Risiken ausgeschlossen werden können und die Ergebnisse der Analysen aus den Erdbeben in Großbritannien berücksichtigt werden.

Das Ministerium verwies allerdings auch darauf, dass in den Niederlanden schon seit Jahrzehnten Hydraulic Fracturing zum Einsatz kommt. Scheinbar wurde dort übersehen, dass modernes Hydraulic Fracturing – das in dieser Form erst seit wenigen Jahren eingesetzt wird – nicht viel mit dem alten Einpressen von Wasser zur Stimulierung von Bohrungen zu tun hat.

Auch die Berichte über Erdbeben bei der konventionellen Gasförderung in Deutschland, die hier 2004 in Söhlingen, 2008 in Langwedel und 2011 in Kirchlinteln auftraten, sollte das Ministerium berücksichtigen.

Quelle:
http://www.rijksoverheid.nl/bestanden/documenten-en-publicaties/kamerstukken/2011/06/21/kamerbrief-winning-schaliegas/kamerbrief-reactie-brieftweede-kamer-schaliegas.pdf (Danke an @_Joep)

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