Niederlande: Wirtschaftsministerium will Wunsch nach Moratorium nicht nachkommen

Der Landkreis-Direktor der Provinz Brabant, Jules Iding, hat kein Verständnis dafür, dass Wirtschaftsminister Maxime Verhagen den Probebohrungen nach Schiefergas durch Cuadrilla in den Gemeinden Boxtel und Haaren keine gründliche Untersuchung über die möglichen Risiken vorschieben will.

Während in Großbritannien Cuadrilla gerade Probebohrungen mit Fracking einstellen musste, nachdem es im Gebiet um Blackpool zu unerwarteten Erdbeben kam, steht den Bohrungen in den Niederlanden momentan nur der Widerstand der örtlichen Politik und der Bevölkerung entgegen.

Landkreis-Direktor Iding  ist der Meinung, momentan gäbe es noch zu viele Unsicherheiten um die Sicherheit des Verfahrens. Für die Eile, mit der das Ministerium momentan vorgeht, hat er kein Verständnis.

Während Cuadrilla nur von Probebohrungen redet, geht der Landkreis-Direktor nicht davon aus, das es dabei bleibt. Alleine die Kosten für die Bohrungen lägen bei 12 Millionen Euro. Cuadrilla hatte selbst bereits mehr als 100 weitere Bohrungen in Brabant angekündigt, falls die Ergebnisse der Probebohrungen wie erwünscht ausfallen.

Die Situation ist vergleichbar zu Deutschland. Während sich die betroffenen Regionen parteiübergreifend einig sind, dass ohne weitere Kenntnisse über die möglichen Risiken für Mensch und Natur Bohrungen nicht erlaubt werden dürfen, bestehen auf Bundesebene im Wirtschafts- und Umweltministerium scheinbar keine Bedenken.

Quelle:
http://www.omroepbrabant.nl/?news/1564941143/Maxime+Verhagen+minacht+Brabanders.aspx

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