USA: Spezialsände für Fracking und „Mountain-Top-Removal“

Beim Fracking werden neben teils hochgiftigen Chemikalien und großen Mengen Wasser auch Spezialsände als Stützmittel eingesetzt. Der Sand soll dafür sorgen, dass sich die geschaffenen Risse nicht wieder schließen und das Gas ausströmen kann.

Zur Beschaffung wird auch das sogenannte „Mountain-Top-Removal“ Verfahren eingesetzt, bei dem gleich die ganze Kuppe eines Hügels oder Berges gesprengt wird, um an die gewünschten Rohstoffe zu kommen.

Für die fördernden Unternehmen ist das Verfahren einfacher, als Stollen zu sprengen oder zu graben. Für die Umwelt ist es entsprechend verheerender. Amerikanische Umweltschützer kritisieren jetzt, dass ihnen auf der einen Seite die Einstellung von „Mountain-Top-Removal“ wegen der Umstellung von Kohle auf Gas versprochen wurde, aber ihnen das Verfahren jetzt über die Hintertür erhalten bleibt.

Als Risiken für die Umwelt bei der Gewinnung der Spezialsände sehen sie insbesonders:

  • Grundwasserverschmutzung durch die Sprengungen und das anschließende Ausspülen der Sände
  • Entsorgung von Brauchwasser in Flüssen
  • Gefahr von Silicosis – einer Lungenkrankheit – durch den aufgewirbelten Staub
  • fehlende Wiederherstellung der Landschaft nach der Förderung

Im Rahmen einer ehrlichen Lebenszyklusanalyse, die alle „Kosten“ für Mensch und Umwelt betrachtet, müssten auch diese Risiken mit bei der unkonventionellen Gasförderung einbezogen werden.

In Deutschland hat die Förderung ernst zu nehmender Mengen an unkonventionellem Gas noch nicht begonnen. Mit jeder Bohrstelle, bei der nach bisherigen Kenntnissen mehr als 15 mal gefrackt werden kann, wird aber auch hier der Bedarf nach Spezialsänden steigen.

Quelle:
http://www.friendsoftherivers.org/Frac_mining_Izard.html

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