RWE Wasserversorgungstochter RWW stellt Frage nach dem Trinkwasserschutz beim Hydraulic Fracturing

Die RWE Tochter RWW stellt die Frage nach dem Schutz des Trinkwassers, wenn in ihren Gewinnungsgebieten das weltweit umstrittene Hydraulic Fracturing Verfahren zum Einsatz kommen sollte.

„Da nach heutiger Einschätzung keine derart detaillierten Aussagen zu den Auswirkungen von Aufschlussverfahren wie dem „hydraulic fracturing“ getroffen werden können, die dem Anspruch des vorbeugenden Gewässerschutzes genügen, sollte dem Besorgnisgrundsatz nach § 48 Wasserhaushaltsgesetz folgend dem Schutz der Trinkwasserressourcen der Vorrang vor der Förderung von unkonventionellem Erdgas eingeräumt werden.“

Um den Schutz des Trinkwassers zu gewährleisten, schlägt die RWW außerdem die Einrichtung von erweiterten Schutzzonen um Wasserschutzgebiete und Wassergewinnungsanlagen vor.

Generell werden mit Aufsuchungen und Probebohrungen erst einmal keine Risiken gesehen, wenn keine wassergefährdenden Stoffe zum Einsatz kommen.

„Allerdings muss aus Sicht der RWW bereits vor der Erteilung einer bergrechtlichen Aufsuchungserlaubnis klar sein, dass damit weder potentiell Wasser gefährdende Probebohrungen, Probe-Aufschlusstests oder Drucktests noch eine spätere Fördererlaubnis zwingend verbunden sind.“

Voraussetzung aus Sicht des RWW ist eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung, die unter anderem die folgenden offenen Fragen beantworten muss:

„- wie die Rückgewinnung der Substanzen weitestgehend gewährleistet werden kann,
– welche geogen vorhandenen Wasser gefährdenden Stoffe in der Tiefe eventuell mobilisiert und in das Deckgebirge ausgetragen werden können,
– welche Gegenmaßnahmen zur Verhinderung einer langfristigen Beeinträchtigung der Trinkwasserressourcen vom Betreiber ergriffen werden – einschließlich einer dauerhaften Sicherung der Bohrlöcher nach Abschluss der Erkundung und Beendigung der Förderung“

Der Gewässerschutz hat aus Sicht der RWW Vorrang. Fünf Wasserschutzgebiete – unter anderem in Essen, Duisburg und Holsterhausen – liegen in Aufsuchungsgebieten, für die es nach bisherigen Stand allerdings noch keine Anträge auf Probebohrungen gibt.

Quelle:
http://www.rww.de/index.php?id=13&tx_ttnews%5Btt_news%5D=296&cHash=e3b5133b4c

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  1. Pressespiegel 23. KW 2011 « Gegen Gasbohren… - pingback on 11. Juni 2011 um 08:20

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