Bis zu 20 Prozent Chemikalien im Frackwasser bei Söhlingen

 

 

Die vor kurzem im Landtag von Niedersachsen veröffentlichte Drucksache 16-3591 zum Thema „Spielt Exxon-Mobil mit der Volksgesundheit? – Was weiß die Landesregierung über den Chemieunfall in Visselhövede?“ enthält nicht nur eine relativ ausführliche Liste von Chemikalien, die in den letzten Jahren bei verschiedenen Bohrungen in Söhlingen eingesetzt wurden.

Sie zeigt auch, dass der Anteil der Chemikalien an der Frackflüssigkeit bei bis zu 16,8 Prozent liegt. Läßt man die Stützmittel – als die nicht verdünnenden Bestandteile – unberücksichtigt, liegt der Anteil sogar bei bis zu 20 Prozent.

 

Chemikalien, Wasser, Sand, CO2 Verteilung beim Frackwasser im Söhlingen

Chemikalien, Wasser, Sand, CO2 Verteilung beim Frackwasser im Söhlingen

Im Diagramm aufbereitet, lässt sich gut erkennen, dass bei 12 von 21 Bohrlöchern, der Anteil der Chemikalien bei über 5 Prozent an der Gesamtmenge liegt. Bei 7 von 21 Bohrlöchern liegt der Anteil sogar bei über 10 Prozent. Spitzenreiter ist die Bohrung Söhlingen Ost Z1 mit 20,06 Prozent Anteil Chemikalien.

Diagramm Anteil von Chemikalien im Frackwasser Soehlingen

Diagramm Anteil von Chemikalien im Frackwasser Soehlingen

ExxonMobil sprach bis jetzt stets von einem Anteil der “Additive”, gemeint sind die zugesetzten Chemikalien, von 1,5 bis 2 Prozent. Das trifft gerade einmal auf 6 der 21 Bohrungen zu.

Die Angaben für die Bohrung Söhlingen Z15 zeigen darüber hinaus, dass mehr als 5 Tonnen Diesel beim Fracking eingesetzt wurden.

Quelle:
http://www.landtag-niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen_16_5000/3501-4000/16-3591.pdf

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