Propan Fracturing statt Hydraulic Fracturing?

Eine Alternative zum High Volume Hydraulic Fracturing bei der Erdgassuche in Deutschland könnte Propan Fracturing werden. Wenn Unternehmen sagen, dass sie nicht vorhaben, Hydraulic Fracturing einzusetzen, könnte gemeint sein, dass das Wasser durch verflüssigtes Propan ersetzt wird.

Damit das Propan den Sand transportieren kann, der die durch Druck beim Fracking erzeugten Spalten offen halten soll, müssen allerdings wieder Chemikalien zur Verdickung eingesetzt werden. Auch Korrosionsblocker müssen weiterhin zugesetzt werden, damit das aggressive Salzgemisch nicht die Verrohrung angreift. Auch die Biozide bleiben beim Propan Fracturing erhalten, damit keine Algen und Bakterien die Förderung beeinträchtigen.

Was macht also den Unterschied bei dieser Technologie aus? Die Effizienz soll deutlich höher sein, was die Förderung von mehr Gas erlaubt. Allerdings wird auch deutlich mehr Energie für die Verflüssigung des Propan benötigt.

Ein Blowout könnte zu deutlich dramatischeren Folgen führen. Die Risiken, das Deckgebirge zu schädigen und damit Methan und Lagerstättenwasser in grundwasserführende Schichte zu leiten, bleibt auch erhalten. Die Anlieferung des Propan dürfte das Verkehrsaufkommen an der Bohrung auch noch einmal deutlich steigern.

Propan Fracturing bietet Vorteile für das gasfördernde Unternehmen. Die Nachteile bleiben weitgehend erhalten. In trinkwasserarmen Gebieten könnte der Verzicht auf Millionen Liter Wasser ein Argument sein.

Quelle:
http://un-naturalgas.org/weblog/2011/04/whats-all-this-about-propane-fracking/

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