Dr. Geoffrey Thyne – Oberirdische Probleme mit Frackwasser Unfällen sind das größere Problem

Dr. Geoffrey Thyne, Geologe und Experte für Hydraulic Fracturing aus den USA ist bekannt für seine Langzeitstudien zu den Auswirkungen von Hydraulic Fracturing in Colorado (PDF).

Auch er bestätigt die mögliche Verseuchung von Grundwasser durch unzureichende Betonummantelungen seines Kollegen Conrad Volz. Für viel gefährlicher hält er allerdings die oberirdischen Risiken beim Umgang mit Millionen Liter Frackflüssigkeit.

“You are handling millions of gallons of fluid at the surface. It is easy to spill. It happens all the time. Valves jam up, pipes break, this is not without hazard,” Thyne said.

„Du arbeitest mit Millionen Liter Flüssigkeit an der Oberfläche. Es ist leicht, dabei dabei etwas überläuft. Es passiert ständig. Ventile blockieren, Rohre brechen. Das ist nicht ohne Risiko“, sagt Thyne.

Selbst bei vorsichtigem Umgang mit den Chemikalien und strengsten Sicherheitsauflagen, kann immer wieder etwas schief gehen. Hundertprozentige Sicherheit gäbe es nicht.

Doch wenn etwas schief geht, lässt sich der Schaden nicht immer rückgängig machen. Sorgen bereiten ihm der massive Ausbau der unkonventionellen Gasförderung. Je häufiger das Verfahren eingesetzt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo etwas schief geht.

Zahlreiche Unfälle beim Fracking zeigen, dass Dr. Thynes Sorgen nicht unberechtigt sind.  Folgen, gerade bei den krebserregenden und radioaktiven Substanzen, zeigen sich erst in einem Zeithorizont von 20 bis 30 Jahren. Die Wahrscheinlichkeit, dass dann noch ein Zusammenhang nachgewiesen werden kann, ist gering.

Quelle:
http://checksandbalancesproject.org/2011/05/06/gas-patch-scientists-explain-how-hydraulic-fracturing-can-permanently-contaminate-public-water-supplies/

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