Wintershall verschiebt Erdgassuche in Deutschland weiter nach hinten

Ursprünglich wollte die BASF Tochter Wintershall schon im April 2011 mit der Suche nach unkonventionellen Gas in NRW beginnen. Ziel sind die Schiefergasvorkommen entlang der Ruhr, die sich quer durch ganz NRW ziehen.

Laut Angaben von Wintershall sollen die Genehmigungsanträge jetzt auf den Spätsommer verschoben werden.

Die Pläne des Energiekonzerns Wintershall zur Erkundung unkonventioneller Erdgasvorkommen in der Region verschieben sich um mehrere Monate. „Wir werden jetzt frühestens im Spätsommer Genehmigungen für geologische Erkundungsbohrungen bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragen“, sagte Wintershall-Sprecher Stefan Leunig unserer Zeitung.

Ursache für die Verschiebung dürfte der Bearbeitungsstopp des Landes NRW sein, der Genehmigungen im Bereich der unkonventionellen Gasförderung frühestens nach Auswertung einer bisher nicht in Auftrag gegebenen Studie zu den Risiken der unkonventionellen Gasförderung erlaubt, sein.

Wintershall versucht, sich vom Fracking zu distanzieren und verweist darauf, dass erst einmal nur Bohrkerne entnommen werden sollen. Doch Erfahrungen aus den USA zeigen, dass bei der späteren Förderung in 90% aller Fälle das weltweit umstrittene Hydraulic Fracturing Verfahren zum Einsatz kommt.

Ob Wintershall, im Gegensatz zu ExxonMobil, auf den Bau von Bohrplattformen verzichtet, die ohne Wissen der Bürger von der Bohrkernentnahme auf Probe-Fracks umgestellt werden können, werden die Anträge zeigen, falls sie denn veröffentlicht werden.

Quelle: Fracking: Bohrungen um Monate verschoben – Hagen – DerWesten.

Keine Kommentare möglich.