Niederlande: Provinz Brabant möchte Schiefergasförderung stoppen

Der Umweltausschuss der niederländischen Provinz Brabant beriet gestern über die geplanten Bohrungen nach unkonventionellem Gas.

Das britische Unternehmen Cuadrilla möchte dort mit Hilfe von Hydraulic Fracturing an die fest im Gestein gebundenen Schiefergasreserven kommen.

In der Bevölkerung gibt es Widerstand. Auch die Politik beschäftigt sich inzwischen mit dem Thema und hat große Bedenken. Kritisiert wird vor allem der Mangel an Informationen über die möglichen Risiken des Verfahrens.

Versprechungen des Unternehmens über die Sicherheit stehen inzwischen zahlreiche wissenschaftliche Studien und eine ganze Reihe von Vorfällen in den USA entgegen. Auch widerspricht die Förderung fossiler Energieträger der Ausrichtung der Region auf regenerative Energien.

Die Mehrheit des Provinzrates hat sich dafür entschieden, dass keine Bohrungen erlaubt werden, solange die Risiken für Mensch und Natur nicht von einer unabhängigen Stelle erforscht worden sind.

Nach dem niederländischen Bergrecht steht diese Option allerdings nicht zur Verfügung. Ähnlich wie in Deutschland gibt es nur wenige Möglichkeiten, Unternehmen die Förderung zu versagen, auch wenn alle demokratischen Gremien diese ablehnen.

Einem freiwilligen „Moratorium“ will Cuadrilla nicht zustimmen.

Quelle:
http://www.refdag.nl/nieuws/regio/gs_brabant_deelt_zorgen_over_schaliegasboring_1_563207

2 Kommentare.

  1. Horst Bauhof

    Wie sich die Bilder gleichen… mit ExxonMoblil
    und im Bergrecht.

    Für die Risiken einer auf Chemie gegründeten Fördertechnologie ist das Bergrecht nicht entwickelt und nicht angelegt.

    Es ist verantwortungslos von Exxon und Cuadrilla
    sich auf ein Bergrecht zu berufen, das auf einer rein mechanischen Fördertechnologie gründet.