Auch in Deutschland werden Bohrschlämme nach dem Fracking oberirdisch gelagert

„Die Situation in den USA sei mit der Situation in Deutschland nicht zu vergleichen.“ Das ist eine Behauptung, die häufig von Befürwortern der unkonventionellen Gasförderung zu hören ist.
Doch schaut man in die Details, finden sich immer weniger Unterschiede.

Nach dem bereits bekannt wurde, das die Abwässer aus einem Probefracking in den 90er Jahren in Nordrhein-Westfalen in einem dafür ungeeigneten Klärwerk und später in Zuflüssen zur Lippe entsorgt wurden, was auch in den USA eine verbreitete Praxis ist, wurde jetzt auch erstmals darüber berichtet, dass auch die getrockneten Bohrschlämme oberirdisch gelagert wurden.

In einer Pressemitteilung der Bezirksregierung, die bereits vom 12. April datiert, heißt es, dass Bohrschlämme und Bohrklein, die bei der Bohrung „Natarp 1“ in dem besagten Gebiet anfielen, nach „Beprobung“ und Verwertung durch die Firma „M-I Tanklager“ in Bremen in die Berghalde eingebaut wurden. Dabei handelte es sich immerhin um 1177 Tonnen des zuvor entwässerten Materials aus der Bohrung.

In den USA gibt es bereits eine Studie, welche die oberirdische Lagerung von Abfällen aus der unkonventionellen Gasförderung stark kritisiert. Dort fallen allerdings auch bis zu 2000 Tonnen pro Woche an. Aber wenn Deutschland einmal relevante Mengen an unkonventionellem Gas fördern möchte, könnten diese Mengen auch hier anfallen.

http://www.ivz-online.de/aktuelles/muensterland/1546251_1177_Tonnen_Fracking_Abraum_liegen_in_der_Osthalde.html

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