Frankreich: Hydraulic Fracturing Gesetzesvorschlag steht

Am 4. Mai 2011 wurden in Frankreich die letzten Änderungen am Hydraulic Fracturing Gesetz vorgenommen, bevor dieses in die entscheidende Lesung am 10. Mai 2011 geht.

Gegenüber den ersten Vorlagen gab es deutliche Abschwächungen, die auch auf eine massive Lobby Arbeit der erdgasfördernden Unternehmen zurückzuführen sein dürften.

So sieht es momentan danach aus, dass Hydraulic Fracturing in Verbindung mit Horizontalbohrungen verboten werden wird. Den Unternehmen steht aber offen, alternative Techniken vorzuschlagen, um an das unkonventionelle Gas zu kommen, die dann auf ihre Auswirkungen auf Menschen und Umwelt geprüft werden.

Wie das aussehen soll, ist noch nicht bekannt. Betroffen werden auch die Unternehmen sein, die bereits Aufsuchungserlaubnisse haben. Ihnen bleiben nach Inkraft treten des Gesetztes zwei Monate Zeit, um vorzustellen, wie sie an das Gas gelangen wollen.

Das hört sich nach einem vernünftigen Kompromiss an, der einerseits die akuten Risiken reduziert, aber andererseits nicht die zukünftige Exploration ausschließt. Ähnliche sehen auch in Deutschland die Forderungen der Initiativen „Gegen Gasbohren“ aus.

Gestrichen wurden aus den ursprünglichen Vorschlägen die Mitbestimmungsmöglichkeiten für betroffene Bürger und die vorgeschlagenen Änderungen am französischen Bergrecht.

Quelle:
http://noshalegas.wordpress.com/2011/05/06/wording-of-proposed-law-watered-down/

Keine Kommentare möglich.