USA: Unfall beim Fracking konnte erst nach zwei Tagen gestoppt werden

Trotz des Einsatzes mehrerer erfahrener Teams konnte ein schwerer Unfall beim zweitgrößten Unternehmen der Fracking-Industrie, Chesapeake Energy, erst nach zwei Tagen unter Kontrolle gebracht werden.

Zu dem Unfall kam es bereits am 20. April 2011 im Bradford County in Pennsylvania. Zehntausende Liter Frack-Flüssigkeit, belastet mit den zugesetzten Chemikalien und durch den laufenden Prozess bereits extrem salzhaltig, ergossen sich in einen nahen Bach, der in den Susquehanna River, Trinkwasserlieferant für mehrere große Städte in Pennsylvania führt.

Auch die Betonummantelung half bei diesem Unfall nicht, die Kontaminierung der Umgebung zu verhindern. In Deutschland gibt ExxonMobil die Größe einer solchen Fläche mit 65 Meter mal 40 Meter an. Die Kantenhöhe beträgt 10 cm. Das ganze ist an ein zwei Gruben und ein Regenrückhaltebecken angeschlossen, welches für ein “0,5 jährigen Regenereigniss mit einer Dauer von 60 Minuten (27,8 l/sec X ha lt. KOSTRA-Atlas) ausgelegt ist. (Quelle: Sonderbetriebsplan Bohrplatz Lünne.)

Doch was bedeuten diese Zahlen in der Praxis? Wie wird bei einem Blowout garantiert, dass das Frack-Wasser nur innerhalb der 65 x 40 Meter niedergeht? Halten die Überläufe der beim Fracking eingesetzten Wassermenge stand? In den USA war das offensichtlich nicht der Fall.

Bei der von ExxonMobil geplanten Probebohrung in Nordwalde liegt der Bohrplatz nur wenige Kilometer vom Wasserwerk in Emsdetten entfernt. Die Fließrichtung der Grund- und Oberflächenwässer liegt vom Bohrplatz aus genau in Richtung der Wassergewinnung für den Kreis Steinfurt.

Quelle:
http://www.huffingtonpost.com/2011/04/22/fracking-spill-bradford-county-pa-2011_n_852432.html

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