USA: Weitere Studie zweifelt am klimafreundlichen Image von Schiefergas

Drei Professoren der Cornell Universität in den vereinigten Staaten veröffentlichen in Kürze eine neue Studie über die Klimafolgen unkonventioneller Gasförderung. Eine Vorabveröffentlichung steht bereits jetzt zur Verfügung:

„Methane and the Greenhouse-Gas Footprint of Natural Gas from Shale Formation“ (Vorabveröffentlichung)

Die Studie berücksichtigt dabei insbesonders das Methan, welches während der Förderung unkonventioneller Gasvorkommen und deren Transport freigesetzt wird. Methan verbleibt zwar nur ungefähr ein Jahrzehnt in der Athmosphäre, aber in dieser Zeit ist es bis zu zwanzig mal so klimaschädlich wie CO2.

The footprint for shale gas is greater than that for conventional gas or oil when viewed on any time horizon, but particularly so over 20 years. Compared to coal, the footprint of shale gas is at least 20% greater and perhaps more than twice as great on the 20-year horizon and is comparable when compared over 100 years.

„Der Einfluss von Schiefergas ist größer als der von konventionellem Gas oder Öl. Egal welchen Zeitraum man betrachtet, aber speziell über 20 Jahre. Im Vergleich zur Kohle ist der Einfluss von Schiefergas mindestens 20% größer und vielleicht mehr als doppelt so groß in einer Betrachtung über 20 Jahre und vergleichbar über 100 Jahre. „

Gas als Brückentechnologie hätte damit zu konventionellen fossilen Energieträgern also so gut wie keine Vorteile. Der Bau neuer Gaskraftwerke würde deren Nutzung aber für die nächsten 40 Jahre festschreiben. Die Autoren der Studie betonen, dass ihre Studie an vielen Stellen von Schätzungen ausgehen muss, die durchaus hinterfragt werden können. In den nächsten Tagen wird das bestimmt auch gemacht werden.

Quelle:
http://thehill.com/blogs/e2-wire/677-e2-wire/155101-report-gas-from-fracking-worse-than-coal-on-climate

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