Stadtwerke Hamm und Wintershall distanzieren sich von Fracking-Methode

In Nordrhein-Westfalen haben die Unternehmen BNK Petroleum, A-TEC Anlagentechnik GmbH, Stadtwerke Hamm, Dr. R. Gaschnitz, – PVG mbH, aix.o.therm GeoEnergien, Mingas-Power GmbH, BEB Erdgas und Erdöl GmbH, ExxonMobil Erdgas-Erdöl GmbH, RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH, Wintershall Holding GmbH und die Queensland Gas Company Ltd. bereits Aufsuchungserlaubnisse von der Bezirksregierung Arnsberg erhalten.

Keines dieser Unternehmen sollte nach Ankündigung der Bezirksregierung Arnsberg vor Ende des Jahres Genehmigungen für Probebohrungen oder Probefracks bekommen.

Die Stadtwerke Hamm und die Wintershall Holding GmbH, eine Tochter der BASF, distanzieren sich inzwischen sogar vom Fracking:

Unterstützt wird die Hammer BI auch von der „BI für sauberes Trinkwasser“ aus Herbern. Lutz Wentland freute sich über die Gründung der Hammer BI und hat die Vision, die Politik durch ein gemeinsames Handeln der Bürgerinitiativen zu bewegen. Sein Vorschlag „der Kunde könne mit seinen Füßen abstimmen und zu einem Energieanbieter wechseln, der ausschließlich regenerative Energien anbietet“, wurde von der Pressesprecherin der Stadtwerke Hamm, Cornelia Helm, nicht akzeptiert. Helm stellte ausdrücklich klar, dass „Fracking für die Stadtwerke Hamm kein Thema“ ist.

Quelle: Stadtwerke Hamm distanzieren sich von Fracking-Methode

„Von einer Gasförderung sind wir noch sehr weit entfernt“, heißt es bei Wintershall, wo man versucht, Ängste zu nehmen: „Unsere Aktivitäten beschränken sich in den nächsten drei Jahren ausschließlich auf die geologische Vorerkundung“, sagt ein Sprecher. „Tiefenbohrungen oder Frac-Operationen sind dabei sowieso nicht geplant.“

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/essen/Moegliche-Gas-Bohrungen-bereiten-Sorgen-id4472182.html

Besonders die Stadtwerke Hamm scheinen den Zorn der Bürgerinnen und Bürger und ihre momentan hohe Wechselbereitschaft zu anderen, regenerativen, Versorgern zu fürchten.

Interessant ist, dass Wintershall trotzdem noch von Kernbohrungen spricht:

„Im April werde Wintershall sagen können, wo man auf dem Feld „Ruhr“ die bis zu fünf „flachen Kernbohrungen“ bis in eine Tiefe von 200 Metern vornehmen möchte, um zu sehen, ob die Gesteinsschicht auf Schiefergas hinweist.“

Hier sollte die Bezirksregierung in Arnsberg dringend noch einmal erklären, ob auch Kernbohrungen unter das sogenannte „Moratorium“ für die unkonventionelle Gasförderung fallen.

Wenn plötzlich an Stellen gebohrt wird, die in Aufsuchungsgebieten liegen und dass auch noch von Unternehmen, die nach unkonventionellen Gasvorkommen suchen, könnte das zu unerwarteten Reaktionen führen.

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