USA: Deutlich weniger Erdbeben in Arkansas nach Moratorium

Bereits wenige Tage nach dem Verbot der Verpressung von Abwässern im Untergrund, ist in Arkansas die Häufigkeit von Erdbeben deutlich zurückgegangen:

FAULKNER COUNTY, AR — Days after the state’s oil and gas commission issue an emergency suspension on two injection wells, the number of reported earthquakes drops tremendously.

Anwohner hatten schon länger befürchtet, dass die Bohrungen nach unkonventionellem Erdgas mit über 700 Mini-Erdbeben zu tun haben, die in den letzten Wochen gemessen wurden. Die bohrenden Unternehmen stritten das ab. Experten waren sich unsicher, ob es einen Zusammenhang gab. Nach einem besonders starken Erdstoß verbot die staatliche Öl- und Gaskommission alle weiteren Verpressungen.

Einen Zusammenhang beweist das natürlich immer noch nicht. Ein Indiz ist es schon. Geologen befürchten, dass es trotz der Aussetzung noch für einige Zeit zu weiteren Erdbeben kommen kann.

Die in Arkansas angewendete Technik, alle bei den Bohrungen entstehenden Abwässer im Untergrund zu verpressen, kommt auch in Niedersachsen zum Einsatz. ExxonMobil spricht von Disposalbohrungen, in denen das Lagerstättenwasser „entsorgt“ wird.

Quelle:
Faulkner County residents experience fewer earthquakes – FOX16.com Little Rock, AR.

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