USA: Arkansas setzt Fracking nach Erdbeben aus

Schon seit Monaten wird aus Arkansas von einer ungewöhnlichen Häufung kleinerer Erdbeben berichtet. Mehrere hundert Erdbeben der Stärke 1 bis 3 wurden schon im Dezember 2010 gemessen. CNN berichtete darüber aus der kleinen Stadt Guy. Ein Zusammenhang mit vielen Frackings in der Nähe der Stadt wurde nicht ausgeschlossen, aber konnte nicht nachgewiesen werden.

Nach einem Erdstoß der Stärke 4,7 erließ der Staat jetzt ein Moratorium bis Juli diesen Jahres. Bis dahin sollen Wissenschaftler feststellen, ob die Erdbeben natürlichen Ursprungs sind oder durch die Aktivitäten um die Bohrungen angeregt werden.

After months of earthquakes, including the largest felt in 35 years, the state of Arkansas has ordered a temporary moratorium on the drilling of new injection wells related to natural gas-related drilling, which some locals believe are causing the seismic activity. More than 700 small earthquakes have been recorded in north-central Arkansas in the last six months.

Bisher wird vermutet, daß die Erdbeben nicht durch den eigentlichen Frack-Prozess ausgelöst werden, sondern durch die Verpressung der entstehenden Abwässer im Randbereich der Bohrungen. ExxonMobil nennt das Disposalbohrungen. Auch in Niedersachsen kam es dabei schon zu Erdbeben.

Quelle: Arkansas Suspends Drilling of Injection Wells after Earthquake Swarm.

2 Kommentare.

  1. Durch Fracken werden absichtlich Erdbeben ausgelöst. Bei uns in Lünne ist von Exxon konkret an ein Probefrack gedacht. Das AKW Lingen ist nicht mal 15 km entfernt. Welcher Seismolog will seine Hand dafür ins Feuer legen, dass nicht stärkere Erdbeben als von Exxon angedacht ausgelöst werden? Folgen sieht man in Japan.