ExxonValdez: Milliardenstrafe für Exxon nach 22 Jahren halbiert

Die Schäden durch das Tankerunglück „ExxonValdez“ sind auch 22 Jahre nach dem Unfall noch nicht vollständig behoben. Ursprünglich wurde der Konzern, der im letzten Jahr 30 Milliarden Dollar Gewinn (nicht Umsatz!) gemacht hat zu 5 Milliarden Dollar Schadenersatz für die betroffenen Fischer und Anlieger verurteilt.

Wie das Handelsblatt berichtet, wurde diese Summe jetzt vom amerikanischen Bundesgericht halbiert, da es die ursprüngliche Strafsumme als „exzessiv“ ansah:

ExxonMobil hielt ursprünglich eine Strafsumme von 25 Millionen Dollar für angemessen. Dazu passt eine weitere Meldung:

„It [Exxon Mobil] paid no taxes to the IRS in 2009, and received $156 million refund. Exxon Mobil CEO Rex Tillerson got over $27 million in personal compensation in 2009. He makes in less than ten days what an average Exxon Mobil worker would take a lifetime to make.“

ExxonMobil hat im Jahr 2009 keine Steuern bezahlt und auch noch Geld vom Staat zurückerstattet bekommen. Der Geschäftsführer bekommt in 10 Tagen mehr Geld, als ein durchschnittlicher ExxonMobil Angestellter im Laufe seines Lebens verdienen könnte. Sein Jahresgehalt liegt damit deutlich über dem, was ExxonMobil als Schadenersatz im Fall der ExxonValdez freiwillig bezahlt hätte.

Bei den Diskussionen zur unkonventionellen Gasförderung in Nordrhein-Westfalen, äußern sich Anwohner immer wieder besorgt darüber, ob Exxon Mobil im Falle eines Unfalls tatsächlich für die Schäden aufkommen würde oder ein mögliches Verfahren so in die Länge ziehen würde, bis den Geschädigten die Luft ausgeht.

Quellen:
Alaska-Ölkatastrophe: Milliardenstrafe für Exxon halbiert
http://talkingunion.wordpress.com/2011/02/19/tax-the-rich/.

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