Niederlande: 100 Bohrlöcher nach erfolgreicher Probebohrung angekündigt

In den Niederlanden planen die Unternehmen Brabant Resources, einer Tocher der Cuadrilla Resources und die Energie Beheer Netherlands (EBN), einem Staatsunternehmen für Exploration, Produktion, Transport und Verkauf von Gas die ersten Bohrungen nach unkonventionellen Gasvorkommen in der Nähe von Boxtel und Haaren.

In Haaren gibt es bereits eine Interessengemeinschaft, die sich gegen die Bohrungen wehrt. Der Pressesprecher von Cuadrilla versuchte die Kritiker damit zu beruhigen, dass die niederländischen Umweltgesetze ja viel strenger als in den USA sind. Doch auch in den USA gibt es strenge Gesetze und Absprachen mit der Förderindustrie. Leider halten sich viele Unternehmen nicht daran, was zu den bekannten Folgen für die Umwelt führt.

Auch der CEO von Cuadrilla, Mark Miller, versucht zu beruhigen. Zu den gefährlichsten Chemikalien gehört Chlorine. Dieses würde aber nur in homöopathischen Dosen eingesetzt. Die genau Zusammensetzung der Frack-Flüssigkeit wurde noch nicht veröffentlicht. So lässt sich das Risiko schwer bewerten. Doch wenn ein Gefahrstoff nur in „homöopathischen Dosen“ benötigt wird, warum lässt man ihn dann nicht gleich ganz weg?

Miller bestätigte aber auch die schlimmsten Befürchtungen der Bohrungs-Gegner:

„Opponents also fear especially the landscape impact of the drilling activities. Miller estimates that if after the trials are successful, one hundred wells would be drilled.“

Wenn die Probebohrungen erfolgreich sind, dann werden 100 Bohrungen durchgeführt. In Damme kamen alleine bei einem Probefrack 24.000 Liter, zum Teil hochgiftige, Chemikalien zum Einsatz.

Quelle:
http://naturalgasforeurope.com/shale-gas-drilling-start-netherlands.htm

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