ExxonMobil findet kein Öl mehr – Investoren sorgen sich

Das Wall Street Journal berichtet über die Schwierigkeiten von ExxonMobil, neue Ölfelder zu finden und zu erschließen.

Exxon versucht die fallenden Fördermengen jetzt mit der Suche nach unkonventionellem Gas auszugleichen. Die milliardenteure Übernahme der amerikanischen XTO war dafür der erste Schritt.

Doch nicht allen Investoren gefällt diese Richtung:

„But the shift toward gas is troubling some investors, because gas sells for less than the equivalent amount of oil. Many observers feel the move toward gas—a trend across the oil industry—is dictated more by shrinking access to oil fields than by a strong desire to emphasize gas production.“

Gas ist weniger wert als Öl. Die momentane Überproduktion sorgt für Preise, die kaum noch die deutlich höheren Kosten der unkonventionellen Gasförderung rechtfertigen. Der Schwenk zum Gas scheint durch den Mangel an zugänglichen Ölfeldern erzwungen. Nicht durch die Überzeugung, das Gas eine bessere Alternative ist.

Doch die letzten noch vorhandenen Ölquellen liegen in Gebieten, die ExxonMobil nicht zugänglich sind. So bleiben nur noch Tiefenbohrungen, wie im Golf von Mexiko oder in der Arktis. Aber auch damit lässt sich nicht verheimlichen, daß Peak-Oil erreicht oder bereits überschritten ist.

Investoren vermuten, daß Exxon mit dem Kauf von XTO nur das Ausmaß ihrer Probleme verbergen wollte weiterhin auf gleichem Niveau Öl zu fördern. Die Börse reagierte entsprechend.

Quelle:
http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704409004576146362117313094.html?mod=WSJ_hp_LEFTTopStories

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