Internationaler Versicherer Zurich bewertet Risiken der unkonventionellen Gasförderung

Das internationale Versicherungsunternehmen Zurich hat einen Überblick über die Risiken der unkonventionellen Gasförderung herausgegeben. Das Papier soll als Diskussionsgrundlage zwischen Versicherern, Unternehmen und Sicherheitsexperten dienen.

Als konkrete Risiken benennt Zurich:

  • Verbiegen der Stahlrohre: Die Rohre müssen in ein enges Loch passen und dann einen Kurve in die horizontale Ebene machen. Auch wenn es Fortschritte bei den Steuerungswerkzeugen in horizontalen Quellen, ist Verbiegen das größte Risiko, wenn nicht nach höchsten Standards gearbeitet wird.
  • Dichtheit der Rohre und Ummantelung: Knappheit bei Rohren aus amerikanischer Herstellung hat dazu geführt, dass Materialien eingesetzt wurden, die nicht dem Standard des American Petroleum Institute (API) entsprochen haben. Dazu kommt, das es zu Brüchen kommen kann, wenn Ummantelungen aus unterschiedlichen Quellen eingesetzt werden. Es ist wichtig zu überprüfen, wie hoch der Druck sein darf und den tatsächlichen Druck dann unter dem Limit zu halten.
  • Durchlöcherung der Stahlummantelung: Die hohen Belastungen können zu Perforation führen. Die Ummantelung wird zwar nach dem API Standard produziert, aber wiederholter hoher Druck von 8 bis 12 Tausend Pfund kann zu Überanspruchungen führen. Dann kann der Inhalt des Rohres mit dem äußeren Gesteinsschichten in Kontakt kommen.
  • Zwischenummantelungen halten dem Druck nicht stand: Zwischenummantelungen sind weniger stabil und einmal durchbohrt sind sie noch schwächer. Ein gutes Ummantelungsprogramm sollte Bohrungen durch Zwischenummantelungen nicht erlauben.
  • Oberflächenventil Ausfälle: Die ständige Kontrolle über den Frack-Vorgang ist wichtig. Zu einem guten Risiko Management gehört, dass immer Ersatzventile vorrätig sind.

Im weiteren benennt das Zurich Papier auch Risiken für die Umwelt:

  • Mögliches Auslaufen von Chemikalien verseucht Rückhaltebecken und Ablauf Kanäle
  • Gas oder Fracking Chemikalien sickern durch ungeeignete Ummantelungen ins Grundwasser
  • Gas gelangt in städtisches Trinkwasser
  • ungeeignete Entsorgung von Fracking Chemikalien
  • Große Mengen Wasser werden für das Fracking benötigt

Quelle:
http://www.zurichna.com/internet/zna/SiteCollectionDocuments/en/media/whitepapers/Shale_Gas_WP_FINAL.pdf

1 Kommentare.

  1. Was wird das die erdgasfördernden Konzerne interessieren? — Sie haben für Unfälle ja ihre Rücklagen mit denen sie uns auszahlen, aber was haben unsere Nachkommen davon? 🙄