Proteste beim European Unconvential Gas Summit in Frankreich

Auch in Frankreich gibt es erheblichen Widerstand gegen die Versuche einiger Öl- und Gaskonzerne, das umstrittene Fracking Verfahren zur unkonventionellen Gasförderung einzusetzen.

Beim European Unconventional Gas Summit, einem Branchentreffen, blockierten am zweiten Veranstaltungstag völlig überraschend mehrere Dutzend Aktivisten den Zugang zum Tagungshotel. Eine Rauchbombe wurde gezündet, vielleicht in Anlehnung an die undurchsichtigen Praktiken, die in der Branche üblich sind.

Ähnlich wie in Deutschland, werden die Bohrrechte auch in Frankreich vom Staat vergeben. Umweltgesetze spielen auch dort keine Rolle, so daß in erster Linie auf die Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit der Unternehmen gesetzt werden muss…

Nina Bowyer, von der internationalen Rechtsanwaltskanzlei „Herbert Smith LLP“ schlägt dazu vor, europäisches Recht zu nutzen. Die Umweltverträglichkeitsrichtlinie muß beachtet werden, bevor neue Produktlizenzen vergeben werden. Und die Wasserrahmenrichtlinie schreibt vor, das die Wasserqualität beobachtet und Verschmutzungen reduziert werden müssen.

„Nina Bowyer made mention of some of the EU rules that could potentially come into play concerning shale gas development in France, including the Environmental Impact Assessment Directive, which she said must be followed before a production license is granted; and the Water Framework Directive, required to monitor water quality and aimed at reducing pollutants in it.

Sie schlägt vor, dass eine ISO Richtlinie entwickelt werden soll, die vorschreibt, wie Bohrungen nach unkonventionellem Gas zu erfolgen haben. Oliver Krischer, MdB der Grünen, fordert für Deutschland das gleiche in Form einer Technischen Richtlinie.

Quelle:
http://naturalgasforeurope.com/protest-signs-smoke-bombs.htm

Keine Kommentare möglich.