Grenzwerte greifen nicht bei radioaktiv verseuchtem Frack-Wasser

Auf der gestrigen Versammlung der IG „Gegen Gasbohren“ in Nordwalde hielt Jürgen Döschner, bekannter Journalist und Wirtschaftsexperte von WDR5, einen Vortrag über radioaktiven Müll in der Öl- und Gasindustrie.

Basierend auf seinem Dok5 Feature „Strahlende Quellen“, klärte er über die unterschiedlichen Arten von Radioaktivität und Strahlung auf.

Dabei stellte sich heraus, das bei der Förderung von Gas, und im Besonderen beim Fracking, große Mengen radioaktiven Mülls entstehen, die aber auf Grund ihrer Klassifizierung als natürliche Radioaktivität nicht unter die Entsorgungsregeln im Atomgesetz fallen. Erst ab einer Menge von 2000 Tonnen müßte ein Unternehmen Angaben über Art und Umfang der Entsorgung machen. Laut Angaben der Gesellschaft für Radioaktivität ist das die Gesamtmenge, die für Deutschland im Jahr 2009 geschätzt wurde.

Das gleiche gilt für radioaktiv belastetes Abwasser:

„Eine Untersuchung des Risikos in den USA ergab im Marcellus Shale, dem größten Fördergebiet für unkonventionelles Gas, Belastungen von 100 bis 600 bq/l Radium 226. Der Grenzwert für Abwässer in den USA liegt bei 2.2 bq/l. Trinkwasser darf dort maximal 0,18 bq/l enthalten.“

In Deutschland gibt es überhaupt keine Grenzwerte für diese Art von Kontaminierung. Daher sind auch keine Verstöße möglich.

Die längere Version des Artikels finden Sie auf den Seiten von gegen-gasbohren.de.

Quelle:
http://www.gegen-gasbohren.de/2011/01/27/haltet-es-aus-den-schlagzeilen-shells-motto-zur-radioaktivitat-bei-ol-und-gasbohrungen/

1 Kommentare.

  1. Es muss auf jeden Fall ein neues Gesetz erlassen werden, das die Grenzwerte bei allen Gasbohrungen klärt.