Düsseldorf findet sich im Fördergebiet für unkonventionelles Gas

Die BASF Tocher Wintershall Holding hat in Nordrhein-Westfalen Ansprüche auf 3,8 Millionen Quadratmeter angemeldet, auf denen sie unkonventionell Erdgas fördern möchte. Die Fläche erstreckt sich vom Kreis Kleve am westlichen Rand Nordrhein-Westfalens bis zum östlichsten Bereich im Hochsauerlandkreis inklusive der Städte Düsseldorf, Krefeld, Duisburg, Mühlheim, Essen, Wuppertal und Hagen bis hinunter in den südlichsten Zipfel über Viersen, Mönchengladbach, Köln, Heinsberg, Düren bis nach Aachen.

Die Stadt Düsseldorf fühlt sich jetzt übergangen, weil sie nicht über die möglichen Bohrungen informiert wurde. Das Bergrecht sieht zu diesem Zeitpunkt allerdings noch gar keine Informationspflicht vor. Erst wenn ein konkreter Antrag nach einer Erkundungsbohrung bei der Bezirksregierung in Arnsberg vorliegt, wird die Stadt die Möglichkeit zur Stellungnahme erhalten.

Aber auch eine negative Stellungnahme kann eine Erkundungsbohrung nicht verhindern. Nur wenn dringende Gründe dagegen sprechen, darf diese untersagt werden. Im Zweifel kann das beantragende Unternehmen klagen.

In der letzten Woche hat die Bezirksregierung in Arnsberg, auf Drängen des Umweltministeriums in NRW, die Hürde für Bohrungen erhöht. Neben dem Nachweis über die technische und organisatorische Fähigkeit muss das beantragende Unternehmen auch die wasserrechtliche Unbedenklichkeit nachweisen. Zuständig dafür sind die jeweiligen Wasserbehörden.

Bei Probebohrungen in Damme wurden neben einem Naturschutzgebiet von ExxonMobil große Mengen wasserschädlicher Chemikalien eingesetzt. Die örtlichen Wasserwerke wurden darüber nicht informiert.

Quelle:
http://www.rp-online.de/duesseldorf/duesseldorf-stadt/nachrichten/Stadt-bei-Erdgas-Suche-uebergangen_aid_952682.html
http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/Gas-Vorraete-in-Gerresheim-id4164483.html

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