Neue Erkenntnisse zum Münsterländischen Kiessandzug

Der Blog der Interessengemeinschaften „Gegen Gasbohren“ berichtet über neue Erkenntnisse zur Dichtheit des Deckgebirges im Münsterländischen Kiessandzug.

„Das von den Kreide-Schichten aufgebaute Deckgebirge besteht im unteren Bereich überwiegend aus geklüfteten kalkigen und damit durchlässigen Kalk- undKalkmergelsteinen, erst im oberen etwa 750 m mächtigen Abschnitt treten schwächer geklüftete Tonmergelsteine auf. Damit ist eine gewisse Abdichtung des oberen Grundwasserstockwerks zum tieferen Untergrund gegeben. Örtlich kann allerdings die Durchlässigkeit für Wasser und Gase entlang von Störungszonen stark erhöht sein.“

Es ist zu befürchten, dass durch die Einpressungen der Fracking-Flüssigkeit neben dem Aufbrechen von Spalten und der Auflockerung des Gesteinsverbandes auch Kluftzonen und Störungsbereiche im Deckgebirge geöffnet und somit Wege zum
Aufstieg von Gasen und Flüssigkeiten in das obere Grundwasserstockwerk geschaffen werden.

Unabhängig davon wie dicht das Deckgestein ist, bleibt immer noch die Frage, was mit der Fracking-Flüssigkeit vor und nach dem Bohren passiert. Über ausgelaufene Fracking-Flüssigkeit wurde bereits mehrfach berichtet. Undichte Rohre und Betonmäntel sind auch keine Seltenheit. Die Entsorgung der 30% bis 80% kontaminierter Bohrschlämme, die je nach Befragtem wieder an die Oberfläche kommen und dann neben Salzen auch noch radioaktive Isotope enthalten können, gibt es noch keine Antworten.

Quelle:
http://www.gegen-gasbohren.de/2010/11/29/die-geologische-situation-um-nordwalde-in-bezug-zu-der-geplanten-forderung-von-unkonventionellem-erdgas/

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