Pro und Contra Fracking am Beispiel eines Anwohners aus Nordwalde

Am Beispiel eines Anwohners aus Nordwalde zeigen die Westfälischen Nachrichten in ihrem Artikel „Allein unter Experten – Nordwalder hat Angst vor „Großindustrieanlage““ noch einmal einige der Widersprüche bei der geplanten Gasbohrung im Scheddebrock in Nordwalde auf.

Zu Wort kommt auch Wilhelm Georg Coldewey von der Uni Münster:

„Ich sehe das nicht so dramatisch“, sagte der zu Zittels Äußerungen. „Wenn das ordentlich gemacht wird, gibt es keine Gefahr.“…Fragwürdig findet der münsterische Professor dagegen, dass Exxon zu seinen Bürgeranhörungen lediglich PR-Experten schickt – so wie am Dienstagabend auch in Borken. Er meint: „Da müssen Fachleute kommen, die den Anwohnern die Ängste nehmen.“

Passend dazu übertiteln die Westfälischen Nachrichten ihren Artikel zur Bürgeranhörung in Borken, zu der laut WDR über 300 Besucher kamen mit: „Viele Fragen, wenige Antworten“. Norbert Stahlhut, der Pressesprecher von ExxonMobil, machte hier den immer gleichen Fehler, zu betonen, das es sich nur um Probebohrungen handelt, obwohl die Bürger wissen wollen, was auf Dauer vor ihrer Haustür passieren wird und wie sich die verharmlosenden Aussagen von ExxonMobil mit den Bildern aus den USA vertragen.

Herr Stahlhut: Als Kommunikationsexperte wissen Sie, das es nicht nur darauf ankommt, eine Botschaft zu senden, sondern auch zu verstehen, wie sie beim Empfänger ankommt.

Quelle:
http://www.westfaelische-nachrichten.de/aktuelles/muensterland/1452202_Allein_unter_Experten_Nordwalder_hat_Angst_vor_Grossindustrieanlage.html

1 Kommentare.

  1. Stefan Henrichs

    In dem Artikel heißt es weiter:

    „Die Chemikalien seien in ein paar Tausend Metern Tiefe und würden unter normalen Umständen nicht an die Oberfläche kommen.“

    Na dann – hurra – wir habe neue Endlager! Alles easy. Einfach den Dreck in die Erde pumpen. Warum denn nur das Abwasser vom Fracking drin lassen. Es finden sich bestimmt noch andere Flüssigkeiten die dort Endentsorgt werden können.