David gegen Goliath: Neues von der IGGG

„David gegen Goliath“ titeln die Westfälischen Nachrichten ihren Artikel über Mathias Elshoff von der Interessengemeinschaft gegen Gasbohren (kurz IGGG). Hier übersieht die Zeitung, das sich in Nordwalde und dem benachbarten Borken bereits hunderte gegen die Verwendung von giftigen Chemikalien in der Nähe von Trinkwassergebieten organisiert haben. Im Gegensatz zu David steht Mathias Elshoff dem Goliath ExxonMobil nicht alleine gegenüber. Jeden Tag melden sich neue Verbündete bei der IGGG.

Das zeigte auch die letzte Versammlung der Bürgerinitiative. Neben dem Besuch von Fernseh- und Radiosendern und der Presse waren es vor allem die vielen kleinen Erfolgsgeschichten von Bürgern, die die Fortschritte der IGGG demonstrieren. Teilnahmen an Informationsveranstaltungen, wie z.B. dem offenen Fachgespräch der Grünen zur unkonventionellen Gasförderung oder die „Guerillia-Marketing“ Aktion einer einzelnen Frau in Drensteinfurt, die scheinbar maßgeblich zur Einstellung (unbestätigt) der Probebohrung in Drensteinfurt geführt haben, zeigen, dass hier jeder etwas bewirken kann.

Die IGGG plant deshalb schon weitere Aktionen. Aktuell läuft im Moment eine neue Unterschriftenaktion, die diesmal an ExxonMobil übergeben werden wird. Im weiteren wird überlegt, wie noch mehr Menschen dazu gebracht werden können, sich mit dem Thema unkonventionelle Gasförderung auseinander zu setzen, um sich eine eigene Meinung bilden zu können.

Zum Abschluss fand sich noch ein kleines Bonbon in der Zeitung. Direkt über dem Bericht zur neuen Unterschriftenaktion, forderte die Bürgermeisterin von Nordwalde, Sonja Schemman, auf, Nordwalder zu benennen, die beim diesjährigen Neujahrsempfang geehrt werden sollen:

Die Bürgermeisterin selbst schätzt ehrenamtliche Tätigkeit überaus. Denn Ehrenamtliche helfen häufig nicht nur ganz konkret ihren Mitmenschen, sondern auch der Allgemeinheit. Schemmann: „Häufig sind es Dinge, die sonst die öffentliche Hand übernehmen müsste“.

Die öffentliche Hand, in Form des Nordwalder Gemeinderates, hätte vor der Zustimmung zur Gasbohrung in Nordwalde, die Bürger über die potentiellen Folgen informieren müssen. Dies musste in der Tat erst von Mathias Elshoff und der IGGG übernommen werden. Der Allgemeinheit hilft das ganz gewiss.

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