Fracking-Flüssigkeit entsorgt? Wie eigentlich?

Beim nochmaligen Lesen des Spiegel Artikels über die Fracking Bohrung in Damme fiel mir der folgende Abschnitt auf:

Exxon räumt ein, man habe bei der Bohrung in Niedersachsen bisher nur etwa 30 Prozent der eingesetzten Fracing-Flüssigkeit wieder an die Oberfläche gebracht, entsorgt und wiederaufbereitet. Millionen Liter Wasser und Tausende Liter Chemikalien wurden im Boden versenkt und dürften sehr lange Zeit dort bleiben.

Laut Dr. Wrede vom geologischen Dienst sollte es eher die Ausnahme sein, wenn Fracking Flüssigkeit im Boden verbleibt. In anderen Quellen findet man Angaben, das der Verbleibt von bis zu 20% der Fracking-Flüssigkeit (also wie in Damme 12 Millionen Liter Wasser, versetzt mit 24.000 Liter Chemikalien) im Erdreich eher der Normalfall sind.

Aber wie wurden die 3,6 Millionen Liter Wasser „entsorgt und wiederaufbereitet“? (Wieso eigentlich beides gleichzeitig?) In den USA gab es bisher noch keine Möglichkeit, das kontaminierte Wasser so aufzubereiten, das es frei von Chemikalien und ausgespülten Salzen ist. Was passierte mit dem mathematischen Rest von 7.200 Liter Chemikalien? Darüber schweigt sich der Artikel im Spiegel leider aus.

Sucht man bei Google, findet man einen Bericht über General Electricts, die ab nächstem Jahr eine mobile Recycling-Station für Fracking Wasser anbieten wollen, welche den Verbrauch an frischem Wasser zwischen 50 und 90% reduziert. Dafür wird das kontaminierte Wasser verdampft und wiederverwendet. Laut General Electric werden im Moment noch Milliarden Liter Abwasser produziert. Das Recycling soll die Kosten des Verfahrens weiter senken. Auch hier fehlt leider die Angabe, was mit den Giftstoffen passiert.

Quelle:

  • http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,725697,00.html
  • http://www.mnn.com/earth-matters/energy/stories/ge-launches-device-to-recycle-fracking-water#

Keine Kommentare möglich.