Trinkwasser-Lieferant Gelsenwasser meldet Bedenken an Gassuche mit Chemikalien

Als erster Lieferant von Trinkwasser meldet jetzt die Gelsenwasser AG mit Sitz in Gelsenkirchen Bedenken an der Suche nach unkonventionellem Gas im Münsterland an. Gelsenwasser sieht mögliche Risiken bereits bei den Probebohrungen.

„Er sei in „großer Sorge“, teilte Vorstandschef Manfred Scholle am Freitag mit. Bei der Suche nach heimischen Energiequellen müsse man immer „den Schutz der Ressource Trinkwasser berücksichtigen“, der schon bei Probebohrungen gefährdet sei. Große Gefahr bestehe gerade bei Techniken, bei denen giftige Chemikalien zum Einsatz kämen.“

Der Geologische Dienst NRW hatte erst vor wenigen Tagen mitgeteilt, das bei den Probebohrungen nur Bohrkerne entnommen würden. Eine Gefahr für das Trinkwasser würde nicht bestehen. Bei Probebohrungen in Damme (Niedersachsen) wurden allerdings 24 Tonnen hochgiftiger Chemikalien in das Erdreich eingebracht. Welcher Anteil des Wasser/Chemikalien Gemisches im Erdreich verbleibt und welcher wieder an die Oberfläche gelangt, wurde nicht genannt.

Die widersprüchliche Berichterstattung zeigt, das hier noch viel Aufklärungsarbeit erforderlich ist.

Quelle:
http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/nordwalde/1443087_Kritik_an_Exxon_waechst.html
http://mt-online.de/lokales/wirtschaft/3966422_Suche_nach_Gas_Goldgraeberstimmung_in_NRW.html

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