Zweifel in Borkenwirthe

In Borkenwirthe bei Borken will ExxonMobil eine Probebohrung nach unkonventionellem Gas durchführen. Nachdem es dort bisher eher ruhig war, gab es jetzt ein Treffen zwischen der Bürgerinitiative gegen Gasbohrung in Nordwalde und einigen Bürgern:

„Gestern haben sich dort 5 Anlieger getroffen.Auch der Bauer der sein Land Exxon zur Verfügung stellen wollte, war anwesend. In Borkenwirthe ist es so, dass die Landwirte ihr Vieh nicht mit Stadtwasser versorgen, sondern dies noch zum größten Teil mit Eigenwasser tun. Als man hier vor ca.50 Jahren ebenfalls nach Öl gesucht hatte – so ist es den älteren Bewohnern in Erinnerung – habe das Eigenwasser stark nach Salz geschmeckt.“

berichtet Mathias Elshoff, Vorsitzender der Bürgerinitiative aus Nordwalde.

Bei der Öl- und Gasförderung werden Millionen Liter Wasser in den Untergrund gepresst. Dabei werden Salze im Untergrund gelöst. Ein Teil des belasteten Wassers findet seinen Weg durch Erdschichten oder über den Rückfluss aus dem Bohrloch auch in das Trinkwasser. Auch in den USA ist eine der Nebenwirkungen, das das beim Fracking eingesetze Wasser nur zum Teil im Erdreich verbleibt. Der Rest wird in oberirdischen Becken gelagert oder direkt in Kläranlagen geleitet, die aber weder die Chemikalien noch die gelösten Salze ausfiltern können.

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