Bezirksregierung Arnsberg will Exxon Probebohrung in Nordwalde intensiv prüfen

„Nichts übers Knie brechen“, so lautet der Artikel vom 16. Oktober 2010 in den Westfälischen Nachrichten. Die Bezirksregierung in Arnsberg ist die zuständige Behörde für die Genehmigung der Probebohrung in Nordwalde. Die Gemeinde Nordwalde hatte bereits am 7. Oktober 2010 an die Bezirksregierung gemeldet, dass sie keine Bedenken gegen die Probebohrung hat. Exxon Mobile würde am liebsten noch im Herbst mit den Probebohrungen beginnen. Die Bezirksregierung will sich vor einer Gehmigung erst ausreichend informieren und, bei Bedarf, auch Gutachten in Auftrag geben.

„Das ist sehr komplex und auch für uns Neuland.“, Christoph Söbbeler von der Bezirksregierung Arnsberg.

Dagegen sieht die Wasserbehörde des Kreis Steinfurts, vertreten durch Herrn Franz Niederau, keine Probleme:

„Ich habe auch eine Liste der Chemikalien vorliegen, die zum Einsatz kommen sollen. Die sind baurechtlich alle zugelassen.“ Niederau geht auch nicht davon aus, dass die Chemikalien „weit in die Umgebung eindringen“ und hält ihren Einsatz allein schon deshalb für unbedenklich.

Die Bürgerinitiative aus Nordwalde sieht das anders:

„Dabei geht es nicht nur um die Einschätzung der Risiken für das Grundwasser bei normalem Betrieb, sondern auch darum, was bei einer erneuten Überschwemmung nach Starkregen passieren kann.“

Erst im August 2010 wurden weite Teile von Nordwalde bei einem „Starkregen-Ereignis“ unter Wasser gesetzt.

Bei den Berichten über die geplante Förderung von unkonventionellem Gas in Nordwalde fällt auf, das Gemeinde und Kreis immer wieder auf die Unbedenklichkeit und auf die Erfahrungen mit den PROBE!bohrungen hinweisen. Die Bürgerinitiative dagegen argumentiert vor allem mit Hinblick auf die Folgen mit Beginn der Förderung. Dem uninformierten Leser wird das nicht immer auf den ersten Blick deutlich werden. Auch die Gemeinde sollte wissen, das das Ergebnis einer erfolgreichen Probebohrung eine echte „Fracking“ – Bohrung unter Einsatz deutlich gefährlicherer Chemikalien sein wird.

Quelle: http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/nordwalde/1420531_Nichts_uebers_Knie_brechen.html

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